Alles in Balance?

RIM blickt in die Zukunft: „Wir haben dramatische Dinge vor.“

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sylvia Lösel / Sylvia Lösel

Sascha Lekic wechselt von RIM zu Apple.
Sascha Lekic wechselt von RIM zu Apple. (Bild: VBM-Archiv)

Der Smartphone-Hersteller RIM steht im Moment meist mit negativen Schlagzeilen im Rampenlicht. Doch im Gespräch mit IT-BUSINESS spricht Sascha Lekic, Director Enterprise Sales Germany RIM, über positive Entwicklungen und Ausblicke.

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion macht schwere Zeiten durch. Absatzeinbrüche in Serie, Verlustwarnungen für die Aktionäre, der Aktienkurs im Tiefflug, dazu Entlassungen und die Verschiebung des neuen Betriebssystems Blackberry 10 auf Anfang 2013 – unter diesen harten Bedingungen zu arbeiten, ist alles andere als ein Spaß.

Könnte man meinen – denn im Gespräch mit IT-BUSINESS zeichnet Director Enterprise Sales Germany Sascha Lekic von RIM ein ganz anderes Bild dieses Konzerns. Alle DAX-Unternehmen in Deutschland würden Blackberrys einsetzen, auch die Landesbehörden arbeiten mit den Smartphones der Kanadier, sagt Lekic. Und dort wachse man weiterhin sogar im zweistelligen Bereich, zeigt sich der RIM-Manager erfreut.

Heilsbringer Fusion

Während man woanders vor allem Schlagworte wie Consumerization und Bring your own Device hört, hält es Lekic lieber mit einem Zitat aus der IT-Admin-Szene: Bring your own Desaster, sei dort oft zu hören. Die Admins, alles andere als erfreut über den Trend zum selbst mitgebrachten Device, seien heilfroh über die RIM-Software Mobile Fusion, mit der nun alle Geräte über eine zentrale Oberfläche gemanagt werden könnten, auch wenn dort anstatt des Blackberry-Betriebssystems iOS oder Android eingesetzt würden. „Wir erfahren eine überwältigende Zustimmung, wenn es um Mobile Fusion geht“, freut sich Lekic.

Alles in Balance?

Deutschland ist für RIM ein wichtiger Markt: „Nach den USA und Kanada ist Deutschland der drittgrößte Markt für uns“, erläutert Lekic. Dem Manager ist durchaus klar, dass im Zuge von Consumerization die Karten neu gemischt werden. Doch da habe RIM ein Ass im Ärmel. „Wir sind ein End-to-End-Anbieter. Seit 13 Jahren befassen wir uns mit Mobile Device Management. Und Blackberry Balance wird uns helfen, auch beim Endanwender zu punkten“, ist sich Lekic sicher. Mit der Lösung Blackberry Balance ist es möglich, ein Gerät sowohl für die private als auch die geschäftliche Nutzung zu verwenden. Während für den Firmen-Account sich individuell konfigurierbare Sicherheits-Features aktivieren lassen, können die Geräte für die Privatnutzung komplett freigeschaltet werden. „Viele Anwender haben dann erst einmal ein Aha-Erlebnis. Denn Dinge, die bislang aus Sicherheitsgründen nicht gingen, funktionieren auf einmal.“ So, glaubt Lekic, gewinnt RIM langfristig auch die Consumer als Kunden – eine Klientel, die der kanadische Hersteller bislang nicht in zufriedenstellendem Umfang erreicht hat.

Kundenwünsche integrieren

Lekic ist davon überzeugt, dass RIM mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 ein großer Wurf gelingen wird. „Wir haben dramatische Dinge vor. Wir haben sehr früh Developer mit in das Projekt einbezogen und binden deren Anregungen in die Entwicklung ein. Blackberry 10 soll Begeisterung wecken. Die Top-Carrier warten auf dieses Release. Denn eine Alternative zu den aktuell existierenden Betriebssystemen zu haben, ist für diese enorm wichtig“, führt Lekic aus. Spätestens dann soll aus dem BYOD-Trend der Hype BYOB – Buy your own Blackberry – werden. □

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Ich bin gespannt wie Blackberry sich verändert hat ein Sprung von Blackberry 7 auf 10 ist...  lesen
posted am 15.08.2012 um 20:59 von Unregistriert


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