05.04.2011 | Redakteur: Sylvia Lösel
Der bankrotte Telekom-Ausrüster Nortel Networks bietet rund 6.000 Patente zum Verkauf an. Erster Interessent an diesem Paket ist Suchmaschinenbetreiber Google. Doch es werden noch mehr Bieter folgen, denn auf dem Markt für drahtlose Verbindungen tobt im Moment ein Patentkrieg.
Internet, Datennetzwerke, Chips und drahtlose Verbindungen – darauf beziehen sich die rund 6.000 Patente, die Nortel Networks jetzt feilbietet. Ein interessantes Paket für das Unternehmen Google, das mit seinem Android-Betriebssystem kräftig im Mobilfunkmarkt unterwegs ist. Gewinnt Google die Patente, könnte der Konzern sich so gegen Patentansprüche von Rivalen wappnen. Das ist dem Konzern eine Summe von 900 Millionen Dollar wert. So hoch ist Googles Initialgebot. Marktbeobachter erwarten allerdings, dass sich auch noch andere Mobilfunkunternehmen um den Nortel-Nachlass bewerben werden. Genannt werden da vor allem Namen wie Apple, ZTE oder Ericsson. Die Auktion selbst wird im Juni stattfinden.
Der Smartphone-Markt ist im Moment Schauplatz diverser Patentstreitigkeiten. Am prominentesten darunter ist im Moment wohl die Klage Nokias gegen den Rivalen Apple. Die Finnen sehen inzwischen 46 ihrer Patente durch den iPhone-Hersteller verletzt und gehen weiterhin gerichtlich gegen diesen vor. Auch eine erste Entscheidung der amerikanischen Handelskommission ITC, die keine Patent-Verletzungen sieht, wollen die Finnen so nicht hinnehmen. Nun geht der Streit in die nächste Runde.
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