Miss Marple managed Lizenzen

Adlon Software macht sich mit neuem Namen internationaler

09.01.2011 | Redakteur: Sarah Maier

Michael Drews ist nun Geschäftsführer von Amando Software.

Der Lizenzmanagement-Spezialist Adlon Software gibt sich mit dem neuen Namen Amando ein internationales Image. Geschäftsführer Michael Drews erklärt die Strategie.

ITB: Adlon Software ist ein altbekannter Name in der Branche. Seit 1. Januar haben Sie diesen abgelegt und firmieren nun unter Amando Software GmbH. Welche Vorteile birgt der Name für Sie?

Drews: Der Begriff„amando“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „den Weg weisen“. Wir entwickeln innovative Software Lösungen, damit unseren Kunden den richtigen Weg für ihr Lizenzmanagement finden. Dafür steht Amando Software.

ITB: Meist ist eine Umbenennung eine Konsequenz aus einer Firmenübernahme. Doch das ist hier nicht der Fall – was steckt also dahinter?

Drews: Dahinter steckt, dass wir zukünftig auch international stärker wachsen wollen. Seit 15 Jahren ist unsere Lizenzmanagement-Software „Miss Marple“ auf dem Markt. Damals konnte man noch nicht von Management sprechen, sondern eher von Kontrolle – also Metering. Denn in den 90er Jahren ging es vereinfacht gesagt darum: Ein Administrator musste sicherstellen, dass nur exakt so viele Anwender beispielsweise Microsoft Office gleichzeitig nutzen können wie auch Lizenzen im Unternehmen vorhanden waren. Vor fünf Jahren hat Adlon Software dann eine ganzheitliche Enterprise Suite auf den Markt gebracht, die nun auch das Compliance-Thema und die Kostenoptimierung im Auge hat. Der deutschsprachige Raum hat eine Vorreiterrolle im Rechtsbewusstsein bei Software. Mittlerweile bedienen wir jedoch eine Vielzahl an international aufgestellten Kunden – da ist es wichtig, dass ein gutes Produkt auch eine starke Marke hat. Deshalb der Entschluss zum Namenswechsel.

ITB: Aber „Miss Marple“ bleibt die Alte?

Drews: Die DACH-Region ist der größte Markt für Lizenz-Management in Europa, gefolgt von Großbritannien. Im deutschsprachigen Raum steht „Miss Marple“ für intelligentes Lizenz-Management und gehört zu den Top-drei-Produkten. Doch die Nachfrage wird nun auch international immer größer, hauptsächlich bedingt durch die Finanzkrise. Wenn ein Software-Hersteller nicht mehr verkaufen kann, versucht er über die Compliance-Schiene Druck auf Kunden auszuüben. Da kommt dann Lizenzmanagement ins Spiel. Im englischsprachigen Raum wird der Name Miss Marple nicht unbedingt mit Lizenzmanagement assoziiert. Deshalb werden wir unsere Software international zukünftig auch unter dem Namen „License:ONE“ positionieren.

ITB: Was macht Miss Marple eigentlich so besonders, im Vergleich mit Wettbewerbsprodukten?

Drews: Mit Miss Marple geben wir unseren Kunden eine Lösung an die Hand, die schnell implementiert werden kann und sehr einfach zu bedienen ist. Während sich unsere Hauptwettbewerber bevorzugt an große DAX-Unternehmen richten, ist Miss Marple auch im Mittelstand sehr beliebt.

ITB: Wird sich der neue Name auf die Vertriebsstrategie auswirken?

Drews: Wir sind stark channel-orientiert und arbeiten sehr eng mit unseren zertifizierten Partnern zusammen. Gemeinsam mit diesen wollen wir „Amando Software“ zukünftig auch international zu einer starken Marke machen. Wir haben entsprechende Marketing-Aktionen wie einen neuen Web-Auftritt und Pressearbeit aufgesetzt, damit der Markt von der Umbenennung erfährt. Ziel ist es, mit unseren Partnern weiterhin zu wachsen.


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