Gemeinsame Strategie für mobile Anwendungen, Geschäftsanalysen und Informationsmanagement

SAP und Sybase präsentieren Roadmap der Integration und Produktentwicklung

20.08.2010 | Redakteur: Ulrich Roderer

SAP konzentrier tsich nach der Übernahme von Sybase auf mobile Anwendungen und Informationslösungen.

Am 12. Mai 2010 gab SAP ihre Übernahmepläne für Sybase bekannt, jetzt steht fest: Sybase wird als separates Unternehmen fortgeführt. Konzentration auf mobile Anwendungen und Informationsmanagement leiten die Entwicklung der gemeinsamen Produkte.

Auf einer Pressekonferenz bestätigte SAP, dass Sybase als ein separates, unabhängiges Unternehmen weiter bestehen wird und kündigte gleichzeitig an, Kundeninvestitionen in Sybase-Produkte schützen zu wollen. Die auf mobile Anwendungen konzentrierte Geschäftsstrategie von SAP und Sybase besteht aus drei Kernbereichen: Unternehmensmobilität, Geschäftsanalyse und Informationsmanagement im Unternehmen (Enterprise Information Management, EIM). Dahinter steht die Vision eines „kabellosen“ Unternehmens.

„Bei Sybase haben wir in den letzten acht Jahren unsere „Unwired Enterprise“-Strategie erfolgreich verfolgt und sind Marktführer im Bereich mobiler Unternehmenslösungen geworden. In Zusammenarbeit mit SAP werden wir die Unternehmensmobilität vorantreiben, indem wir die Analysefunktionalitäten erweitern und unserer Technologien in neue vertikale Märkte einführen“, erklärt John Chen, CEO von Sybase.

Die CEOs von SAP Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe kommentieren die Übernahme: „Der Zusammenschluss von SAP und Sybase bedeutet einen signifikanten Wandel in der Branche. Weniger als drei Monate nach Ankündigung der Akquisition präsentieren wir erste gemeinsame Produkte. Die Roadmap und zukünftige Strategie, die wir heute vorstellen, positioniert SAP als das einzige Unternehmen, das eine vollständige Unternehmenssoftware-Suite und neueste Business-Intelligence-Lösungen jederzeit und auf jedem Endgerät anbieten kann.“

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. bewertet über den DSAG-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Karl Liebstückel die Überahme zwar im allegmeinen positiv doch vor allem Preis- und Lizenzfragen beschäftigen die Anwender:

„Wichtig ist, dass der Bestandsschutz gewahrt bleibt und Produkte aus dem bisherigen Produktportfolio der SAP, die ähnliche Funktionalitäten abdecken, nicht auslaufen bzw. vom Markt genommen werden. Das würde sonst nicht hinnehmbare Zusatzkosten für die Anwenderunternehmen bedeuten. Der Zukauf von Sybase wirft Fragen auf, die die folgenden Gebiete betreffen: Investitionsschutz, Produktabgrenzung etwa im Bereich der Datenbanken, Support und die künftige Preispolitik. Die DSAG wird die Aktivitäten der SAP beobachten und auf kritische Punkte für die Kunden wie gewohnt hinweisen.“

Konvergenz der Technologien

Innerhalb der nächsten neun Monate wollen beide Unternehmen ihre Technologien zusammenführen, um eine mobile Plattform auf der Basis offener Standards zu liefern. Die Plattform wird auf allen großen mobilen Betriebssystemen laufen und alle wesentlichen Endgeräte unterstützen. Mit dieser Plattform können Kunden und Partner neue mobile Lösungen auf der Basis existierender Anwendungen wie SAP Business Suite bauen.

Darüber hinaus wird SAP neue mobile Lösungen für alle Produkte, darunter auch SAP Business Suite und SAP Business ByDesign, zeigen. Eine mobile Vertriebslösung für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) ist bereits verfügbar.

EIM-Portfolio

SAP und Sybase werden ein umfassendes Lösungsportfolio der Branche für EIM vorstellen. SAP Business Suite und andere Lösungen werden für die Datenmanagement-Server von Sybase portiert, zertifiziert und optimiert. Kunden haben dadurch eine größere Auswahl an Datenbankplattformen für ihre SAP-Anwendungen.

Zudem wollen die Unternehmen eine komplette und optimierte Infrastruktur für Datenanalysen bieten. Die Integration von Business-Intelligence (BI)-Lösungen aus dem SAP-BusinessObjects-Portfolio mit den Datenmanagement-Servern gewährleistet die durchgehende Funktionalität – von der Suche (Enterprise Information Management) über Speichern (Berechnungsfunktionen und Speicher-Engine für Transaktionen, Data-Marts, Data-Warehouse) hin zur Nutzung (Berichte und Analysen zu Abfragen, Scorecards, Dashboards, OLAP-Tools, mobile BI).

Sybase ASE ist eine Datenbank-Engines, die Transaction- und Mixed-Workloads unterstützt und wird von beiden Unternehmen weiterhin technisch unterstützt. SAP wird die Software SAP Business Suite, die Komponente SAP NetWeaver Business Warehouse, die Software SAP BusinessObjects Data Services und BI-Lösungen aus dem SAP-BusinessObjects-Portfolio für Sybase ASE portieren, zertifizieren und optimieren. Kunden werden dadurch eine größere Wahlmöglichkeit bei Datenbankplattformen für ihre SAP-Lösungen haben

In-Memory-Computing

Die Hersteller werden In-Memory-Computing-Technologie in allen Datenmanagement-Angeboten von SAP und Sybase integrieren. Anwender haben dadurch sofortigen Zugriff auf alle Arten von Daten in Echtzeit – jederzeit und überall.

Die In-Memory-Computing-Technologie von SAP ermöglicht Nutzern, von überall und zu jeder Zeit unmittelbaren Zugriff auf Transaktions- und Analysedaten sowie auf Informationen aus dem Internet. Sie können diese Daten jederzeit in Echtzeit von sämtlichen Endgeräten aus in einer einzelnen Umgebung nutzen. SAP hat bereits eine Appliance als weitere Innovation im Bereich In-Memory-Computing angekündigt.

Weiter mit „Bedarf nach mobilem Zugriff auf Unternehmensdaten steig“

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