18.01.2010 | Redakteur: Sarah Maier
Eineinhalb Jahren lang schwelte der Streit zwischen dem Software-Konzern SAP und dessen Anwendern bezüglich des aufgezwungenen teuren Enterprise-Lizenzmodells. Nun geben die Walldorfer nach und bieten wieder einen Standard-Support an. Kritiker am neuen System gibt es jedoch weiterhin.
Mitte 2008 hatte SAP die Kunden zwangsweise auf ein neues Wartungsmodell umgestellt. Der sogenannte Enterprise Support bot zwar mehr, war aber auch dementsprechend teuerer. Zudem brauchten nicht alle Kunden die komplette Service-Palette. Viele haben sich deshalb bis zuletzt gegen die Umstellung gewehrt. In der Schweiz hatten einige Unternehmen sogar die Wettbewerbsbehörde eingeschaltet. Einige der deutschen und österreichischen Bestandskunden pochten wegen rechtlicher Besonderheiten auf ihre Sonderregelungen und konnten so bereits vor einem Jahr wieder die Standard-Support-Variante nutzen.
Nun gibt der Software-Konzern nach und bietet generell wieder ein zweistufiges Wartungsmodell an:
„Das neue Support-Modell ist die Antwort auf die vielen Gespräche, die wir mit unseren Kunden und Anwendervereinigungen geführt haben“, erklärt Léo Apotheker, Vorstandssprecher der SAP AG. „Wir haben dabei die Rückmeldungen und Vorschläge unserer Kunden weltweit berücksichtigt.“
Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum es trotz der neuen zweistufen Regelung Kritikpunkte gibt.
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