Stefan Engel bekräftigt Mehr-Marken-Strategie

Gateway soll wieder nach Deutschland kommen

14.03.2008 | Redakteur: Daniel Feldmaier

Stefan Engel, Managing Director Acer Deutschland, möchte die Marke Gateway wieder nach Deutschland bringen.

Der taiwanische Computerhersteller Acer ist durch den Zukauf von Gateway im Dezember letzten Jahres zum weltweit drittgrößte PC-Anbieter aufgestiegen. Strategisch günstig wäre es nach Meinung von Managing Director von Acer Deutschland, Stefan Engel, die Marke Gateway wieder in Deutschland zu etablieren.

»Der taiwanische Computerhersteller Acer will die Marke Gateway nach Deutschland zurückbringen«, zitiert die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« Acer-Deutschland-Chef Stefan Engel vom Rande einer Veranstaltung des Unternehmens zur Vorstellung eines neuen Multimedia-Laptops in New York. Zwei Tage zuvor hatte die Zeitung »Die Welt« in einer Online-Kolumne gemeldet, dass es in diesem Jahr ein Marken-Sterben geben werde, dem auch die Brands Motorola und Gateway nach Übernahmen durch LG und Acer zum Opfer fallen könnten.

Engels hatte schon im Februar beim Händler Kick-off in Leipzig angekündigt, dass man in Europa eine Drei-Marken-Strategie aufsetzen wolle, zu der neben Acer und Gateway auch Packard-Bell gehört. Details hatte er aber noch keine genannt. Außen vor bleibt offensichtlich die Marke Emachines, die seit 2004 zu Gateway gehört und Low-Cost-PCs produziert. Dafür kam vor kurzem der Brand E-Ten hinzu, ein Smartphone-Hersteller, den Acer für 290 Millionen US-Dollar gekauft hat (IT-BUSINESS.de berichtete).

Das Unternehmen arbeite noch an Strategien, wie es die Marken Acer und Gateway auf verschiedene Zielgruppen ausrichten könne. Eine Rückkehr nach Deutschland könne noch in diesem Jahr stattfinden, sagte Engel der FAZ. Ursprünglich war erwartet worden, dass bereits zur CeBIT Details über die künftige Markenstrategie vorgelegt werden.

Acer hatte Gateway im vergangenen Jahr für 710 Millionen US-Dollar gekauft. Die Marke war hierzulande schon einmal vertreten. 2001 zog sich das Unternehmen aus Deutschland zurück. 2007 hatte der taiwanische Konzern den amerikanischen Rechnerhersteller übernommen. Kurz danach hatte Gateway im Rahmen seines Vorkaufsrechts auch Packard-Bell unter das Acer-Dach gebracht.


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