02.03.2007 | Redakteur: Philipp Ilsemann
Die nächste Mega-Akquisition steht ins Haus. Für 3,3 Milliarden US-Dollar will Oracle Hyperion übernehmen. Mit dem Kauf des Anbieters von Datenanalyse-Software wird der Konzern auch zu einem wichtigen Player im Markt für Business-Intelligence-Lösungen.
Es ist wieder soweit: Nach J.D. Edwards, Peoplesoft und Siebel kauft sich Oracle einen weiteren großen Hersteller von Unternehmenssoftware. Für 3,3 Milliarden US-Dollar soll Hyperion, ein Anbieter von Software zur Datenanalyse, den Besitzer wechseln. Dazu wurde den Aktionären des Unternehmens ein Angebot in Höhe von 52 US-Dollar pro Anteilsschein unterbreitet.
CEO Larry Ellison will mit diesem Schritt zum Marktführer bei Enterprise-Performance-Management-Lösungen (EPM) werden. Laut President Charles Phillips sollen vor allem bestehende SAP-Kunden angesprochen werden, die künftig ihre ERP-Daten mit einer Kombination aus Hyperion- und Oracle-Business-Intelligence-Produkten analysieren können.
Hyperions CEO Godfrey Sullivan befürwortet den Milliardendeal, so dass nicht mit einem Bieterwettkampf wie zu Zeiten des Peoplesoft-Kaufs zu rechnen ist. Leichte Gewinne von einem Cent pro Aktie will Oracle bereits im Fiskaljahr 2008 mit Hyperion generieren, 2009 sollen es bereits vier Cent sein. Die Übernahme wird voraussichtlich im April abgeschlossen sein, bedarf jedoch noch der Zustimmung durch Aktionäre und Wettbewerbsbehörden.
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