30.04.2010 | Redakteur: Stephan Augsten
Symantec investiert kräftig in die Verschlüsselung und kündigt heute gleich zwei Übernahmen an, die definitiv besiegelt sind. Für Aufsehen sorgt dabei der Kauf des Encryption-Spezialisten PGP, der nun zusammen mit GuardianEdge für insgesamt 370 Millionen US-Dollar in die Enterprise Security Group von Symantec integriert wird.
Der Encryption-Anbieter Pretty Good Privacy (PGP), vornehmlich bekannt durch den OpenPGP-Standard, wird Teil der Enterprise Security Group von Symantec. Das Unternehmen war schon einmal vom Security-Riesen NAI (heute McAfee) aufgekauft worden und durfte 2002 unter der Leitung des einstigen Gründers Phil Zimmerman wieder eigener Wege gehen.
Nun also zahlt Symantec rund 300 Millionen US-Dollar für PGP, weitere 70 Millionen Dollar werden für den ebenfalls auf Verschlüsselung spezialisierten Hersteller GuardianEdge fällig. Damit erweitert Branchen-Riese Symantec sein Know-how in Sachen Full Disk Encryption sowie der Verschlüsselung von Wechseldatenträgern, E-Mails, Dateien und Ordnern sowie Smartphones.
Durch die beiden Übernahmen will Symantec nach eigenen Angaben die Endpoint-Security- und DLP-Angebote (Data Loss Prevention) aus eigenem Hause stärken. „Da Informationen immer mobiler werden, ist ein Informations-zentrierter Sicherheitsansatz unerlässlich“, begründet Francis deSouza, Leiter der Enterprise Security Group und Vizepräsident von Symantec.
Darüber hinaus beabsichtigt Symantec, die PGP-Plattform für das Schlüssel-Management in das Symantec Protection Center zu integrieren. Damit wolle man die Möglichkeiten zur Verwaltung der Endpoint-Security-, DLP- und Gateway-Security-Produkte erweitern.
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