12.11.2010 | Redakteur: Harry Jacob

Der neue HP-Konzern-Chef Léo Apotheker ist keineswegs verschwunden oder „auf der Flucht“, wie Oracle-Chef Larry Ellison tönte. Er pflegt deutsche Tugenden – und stellt sich seinen Mitarbeitern persönlich vor.
Heiko Meyer, HP-Geschäftsführer und Leiter der Imaging und Printing Group (IPG), hat IT-BUSINESS am Rande einer Presseveranstaltung bestätigt, dass Léo Apotheker derzeit die wichtigsten HP-Standorte rund um den Globus besucht, um sich als neuer Chef seinen Mitarbeitern vorzustellen.
In den vergangenen Tagen hatte Oracle nach dem HP-Chef gefahndet, der sein Amt am 1. November angetreten hat. Der Software-Konzern würde den ehemaligen SAP-Manager gerne als Zeuge vor Gericht sehen, doch solange Apotheker nicht in der HP-Zentrale im kalifornischen Palo Alto auftaucht, kann ihm die Vorladung nicht zugestellt werden (Details dazu im Beitrag: „Schlägt Ellison Apotheker in die Flucht?“).
Apotheker ist aber derzeit nicht greifbar. Nicht etwa aus Angst vor den Oracle-Anwälten, sondern weil er den Kontakt zu „seinen“ Angestellten sucht. Zunächst war er in mehreren US-Bundesstaaten unterwegs, danach kam er unter anderem in die HP-Niederlassungen in Großbritannien und Frankreich.
Diese Woche traf er auch in Böblingen ein, zum Antrittsbesuch in der deutschen HP-Zentrale. Heiko Meyer zeigte sich tief beeindruckt von dem neuen Konzern-Chef, der vor den deutschen Mitarbeitern seine Ziele und Visionen darlegte.
Die Reise von Apotheker wird noch einige weitere Stationen umfassen. Unter anderem wird er auch den 50.000 HP-Mitarbeitern in Indien seine Aufwartung machen. Das habe sein Vorgänger Mark Hurd in seiner gesamten Amtszeit bei HP nicht geschafft, merkte Meyer an.
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