08.09.2010 | Redakteur: Sarah Maier
Die Tatsache, dass der bei HP geschasste Mark Hurd nun Oracle-Prasident ist, sorgt für Ärger. Nun verklagt ihn seine Ex-Firma vorsorglich wegen Geheimnisverrat.
Die Schlammschlacht von HP und Ex-HP-Chef Mark Hurd geht in die zweite Runde. Nachdem Hurd nun zu Wettbewerber Oracle als President wechselte, befürchtet HP Geheimnisverrat. Quasi über Nacht zauberte der Konzern eine 51 Seiten lange Klageschrift aus der Schublade und reichte sie bei Gericht im kalifornischen Santa Barbara ein.
Zu der kompletten Klageschrift verweist ein Link auf dem HP-Firmenblog. Dort heißt es: „Mark Hurd hat eine Geheimhaltungserklärung unterschrieben. Diese beabsichtigt HP auch durchzusetzen.“
Bei HP geht man davon aus, dass Hurd diese Informationen in seiner Position bei Oracle zum Wohle des Konkurrenten verwenden werde.
Oracle reagierte schnell und heftig auf die Klage. „Oracle hat HP lange als wichtigen Partner angesehen“, erklärte Oracle-CEO Larry Ellison. „Diese Klage zeigt Geringschätzung für die Partnerschaft und macht es praktisch unmöglich diese fortzuführen.“
Die beiden Konzerne kommen sich auf dem IT-Markt immer öfter ins Gehege, unter anderem im Bereich Server. So ist Oracle mit der Übernahme von Sun erst vor einem Jahr ins Server-Geschäft eingestiegen.
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