31.08.11 | Redakteur: Sarah Maier
Unter dem Dach der Kooperation Synaxon vereinigen sich vier Fachhandelsverbände. Da bekommt die Zentrale mit, wo der Schuh drückt. Synaxon-Chef Frank Roebers spricht über um zehn Prozent gesunkene Einkaufspreise sowie sinkenden Absatz. Dennoch, sieht er für den Handel einen Weg aus der Misere.
In der Bielefelder Zentrale von Synaxon geht ein Großteil der Bestellungen der vier angeschlossenen Fachhandelsverbände Akcent, PC-Spezialist, iTeam und Microtrend über das Bestellsystem Egis. Da sieht man ganz genau, was sich verkaufen lässt oder wie sich die Zahlen über die Jahre hinweg verändern. „Bis zum Jahresgeginn 2010 konnten wir steigende Hardware-Preise verzeichnen“, sagt Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender von Synaxon. „Seit dem zweiten Quartal 2010 bis zum zweiten Quartal 2011 sind die Preise über die gesamte Hardware-Sparte jedoch um 9,8 Prozent gefallen.“
Wenn die Einkaufspreise früher gefallen sind, sind meist gleichzeitig die Absatzzahlen gestiegen. Doch auch hier ist mittlerweile mit Minus 1,9 Prozent über alle Artikel hinweg ein Negativtrend zu sehen. Bei Notebooks liegt der Preisverfall beispielsweise bei 8,5 Prozent, der Rückgang bei den Verkaufszahlen bei 13,7 Prozent. Komplettsysteme kosten im Schnitt elf Prozent weniger. Der Absatz sank hier um 17,2 Prozent. Gut verkaufen lässt sich dagegen Software. Bei ihr lag der Preisverfall bei 3,4 Prozent, dafür konnte der Absatz um 29,4 Prozent gesteigert werden.
„Das liegt unter anderem an den teils vollen Lagern der Hersteller und Distributoren“, erklärt Roebers. „Dort werden die Preise gedrückt. Die Marge jedoch ist zwar niedrig, aber stabil.“
Trotz des Preisverfalls bei Hardware beliefen sich die über Egis verzeichneten Notebook-Verkäufe in dem betrachteten Zeitraum auf rund 140.000 Stück. Bei Displays lag der Verbund sogar mit einem Absatzplus von 6,8 Prozent über dem Durchschnitt der UE-Branche.
Doch wie geht der Fachhandel mit den fallenden Preisen um?
„Im B2B-Segment läuft das Geschäft super. Im B2C schwächelt es. Entsprechend muss sich sich der konsumerbezogene Handel neue Strategien einfallen lassen“, so Roebers.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie PC-Spezialist gegen sinkende Preise und Verkaufszahlen angeht.
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