Sparen ohne Leistungsabstriche

Energieverbrauch für bare Münze nehmen

29.03.2007 | Redakteur: Katharina Krieg

Wer IT-Produkte nicht energiebewusst einkauft und nutzt, lässt bares Geld sausen.

Von den Forderungen nach mehr Energieeffizienz bleibt die IT-Branche nicht verschont. Da geht es um Umweltbewusstsein, vor allem aber um Kostenersparnis. Die Deutsche Energieagentur (Dena) hat ein konkretes Rechenbeispiel aufgestellt und ist zu einem bemerkenswerten Ergebnis gekommen.

Nahezu jeder Hersteller lobt seine sparsamen Produkte. Wie viel man bei der Stromrechnung durch welches Produkt sparen kann, verraten allerdings die wenigsten. Mit einem Rechenexempel will die Deutsche Energieagentur (Dena) nun Licht ins Dunkel bringen und zeigen, wie ein Unternehmen die Stromkosten für Bürogeräte um bis zu 89 Prozent senken kann.

Die Dena bestückt in ihrem Beispiel ein Musterbüro mit der typischen Arbeitsplatzausstattung: Vier PCs (Pentium4, 3,4 GHz, 1 GB RAM, 160-GB-Festplatte, Grafikkarte mit 256 MB RAM), vier 17-Zoll-CRT-Monitore, ein Arbeitsplatz-Laserdrucker, ein Fax mit Thermosublimationsdruck sowie ein Farb-Scanner.

In zwei verschiedenen Szenarien wird diese Ausstattung durch effiziente Bürogeräte ersetzt – einmal durch sparsame PCs, die aber ungefähr die gleiche Leistung bringen (Core Duo 2,1 MHz, 1 GB RAM, 160-GB-Festplatte, On-Board-Grafik mit 256 MB RAM). Hinzu kommen in diesem Szenario TFT-Monitore und ein Multifunktionsgerät. Zusätzlich wird die Energiesparfunktionen aktiviert und die Geräte werden außerhalb der Bürozeiten abgeschaltet.

Umdenken kann sich auszahlen

Auf diese Weise sollen sich 75 Prozent der bisherigen, durch die Geräte verursachten Stromkosten einsparen lassen. Im zweiten Fall ersetzt die Dena die ineffizienten Ausgangsgeräte durch vier sparsame Notebooks und ein Multifunktionsgerät. Dadurch soll sogar eine Ersparnis von 89 Prozent zustande kommen.

Nach Berechnungen der Dena zahlt das Unternehmen für das Musterbüro auf diese Weise bei einer mittleren Nutzungsdauer von drei Jahren rund 600 Euro weniger. Hochgerechnet auf einen Betrieb mit rund 200 Arbeitsplätzen würde dies im gleichen Zeitraum eine Kosteneinsparung von 30.000 Euro bedeuten. Rechne man gemeinsam genutzte Abteilungsgeräte, Netzwerke oder Rechenzentren mit ein, erhöhe sich das Einsparpotenzial noch um ein Vielfaches, so die Dena.

Auf ihrer Webseite stellt die Energieagentur neben dem detaillierten Rechenbeispiel auch eine Datenbank effizienter Bürogeräte sowie einen Leitfaden zur effizienten Nutzung bereit. Außerdem sucht die Dena Partner aus dem Fachhandel für ihre Stromspar-Kampagne. Ihnen wird Material zur Verfügung gestellt, mit dem sie sich eine Beratungskompetenz zur Energieeffizienz in der IT und Unterhaltungselektronik aufbauen können.

Einfache Tipps für Händler und deren Kunden:

  • Beim Kauf auf den Energieverbrauch der Geräte achten
  • Drucker, Scanner, Kopierer und Fax lassen sich in einem sparsamen Multifunktionsgerät vereinen
  • Energiesparfunktionen sämtlicher Geräte sollten aktiviert sein
  • Außerhalb der Bürozeiten sollten die Geräte abgeschaltet werden, beispielsweise durch eine schaltbare Steckerleiste


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