08.04.2010 | Redakteur: Florian Karlstetter

Die Software-Initiative Deutschland hat im Rahmen einer Studie rund 100 Fach- und Führungskräfte aus der IT-Branche zum Thema Software-Lizenzierung befragt. Mit besorgniserregendem Ergebnis: So fehlt es allzu oft noch an der richtigen Mentalität, was eine korrekte Lizenzierung angeht. Experten gehen gar von Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe aus – allein in diesem Jahr.
Folgt man den Ergebnissen der von der Software-Initiative Deutschland durchgeführten Studie mit dem Titel „Die Last mit der Lizenzierung“ rechnen rund zwei Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte mit einem Betrag zwischen zwanzig und dreißig Milliarden Euro – verursacht durch falsche Softwarelizenzierungen allein in diesem Jahr.
Knapp 25 Prozent gehen von einer Schadenshöhe um die zehn Milliarden Euro aus. Insgesamt 44 Prozent gehen dabei davon aus, dass die Zahl der unterlizenzierten Betriebe in der Überzahl ist, 16 Prozent sind der Meinung, dass Unternehmen eher überlizenziert sind, 40 Prozent beurteilen das Verhältnis in etwa gleich.
„Die Zahlen müssen nun erst einmal verdaut werden und zeigen, in welchen Dimensionen wir uns hier bewegen“, kommentiert Jens Orhanovic, Geschäftsführer der LIS.TEC und Leiter des Deutschen Forums für Softwarelizenzierung bei der Software-Initiative Deutschland. „Der korrekten Lizenzierung muss gleichermaßen bei den Herstellern wie auch den Anwendern ein wesentlich höherer Stellenwert eingeräumt werden als bisher.“
Die Ergebnisse lassen allemal auf eine beachtliche Sorglosigkeit schließen, die angesichts der möglichen rechtlichen und finanziellen Folgen für den Experten nicht nachvollziehbar ist.
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