Interview-Reihe zur Lage der Software-Branche

Software-Gegentrends: Spezialisierung versus Komplettlösung

19.10.2009 | Redakteur: Stefan Riedl

Michael Frohn ist Unternehmensleiter und Inhaber von Salesfactory42.

Im 18. Teil der Software-Interview-Reihe von IT-BUSINESS steht Michael Frohn Rede und Antwort. Frohn ist Leiter und Inhaber von Salesfactory42. Er gibt Auskunft zu den wichtigsten Trends im Software-Markt, beispielsweise über den Einfluss von Cloud Computing, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und das Zusammenwachsen verschiedener Anwendungen.

ITB: Welche wichtigsten Trends bestimmen gegenwärtig das Marktumfeld oder spielen in Zukunft eine große Rolle?

Frohn: Die Notwendigkeit für Unternehmen, die Profitabilität ihrer Projekte kurzfristiger zu überwachen und aktiv zu steuern, ist stark gestiegen. Unternehmen müssen ihre Geschäftsprozesse und damit auch ihre Unternehmenssoftware flexibler anpassen können. Für den Erfolg bei Veränderungen ist die Akzeptanz der Anwender entscheidender als die Technik – da kann eine grafisch ansprechende und ergonomische Gestaltung der Software Veränderungsprozesse durchaus beschleunigen.

ITB: Welchen Einfluss hat das Thema Cloud Computing auf Ihr Produkt?

Frohn: Cloud Computing und Software-as-a-Service stellen eine kostengünstige Möglichkeit dar, diese Herausforderungen zu meistern – aber nur, wenn sie anpassbar genug sind. Wir setzen voll auf Cloud Computing beziehungsweise SaaS, genauer gesagt auf die Salesforce.com-Infrastruktur, die nicht nur sehr umfangreich und einfach anzupassen ist, sondern auch eine umfangreiche Programmierung beispielsweise mit Adobe Flash erlaubt, wenn es notwendig ist.

ITB: Welchen Einfluss hat oder hatte die Wirtschaftskrise auf Ihr Geschäft?

Frohn: Investitionen werden heutzutage genauer auf den „Return on Investment“ untersucht, kritischer hinterfragt – und die Profitabilität von Projekten genau beobachtet. Da unser Produktportfolio diese Anforderungen abdeckt, war der Einfluss nicht so stark, aber dennoch spürbar. Wir erwarten in den nächsten Monaten aber eine stärkere Nachfrage nach schlanken CRM-Systemen mit integriertem Projekt Management.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum Trend hin zu einer Komplettlösung und über Salesfactory42 als Start-Up-Unternehmen.

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