14.07.2009 | Redakteur: Sarah Maier

Die angekündigte Suite Microsoft Office 2010 gibt es auch als Web-Anwendung. Allerdings in einer abgespeckten Variante. Für Privatanwender ist diese sogar kostenlos. Reseller sollen aber weiterhin Umsatz mit dem Office-Paket machen können.
Auf der weltweiten Partner-Konferenz in New Orleans lud der Redmonder Konzern mehrere zehntausend Entwickler und Unternehmenskunden dazu ein, verschiedene Technical Previews zu testen. Zu diesen zählen:
Für die Partner bietet Microsoft hierfür zahlreiche neue und überarbeitete Vorbereitungs-Tools sowie Trainings-Programme an.
Microsoft stellte heraus, dass Office 2010 praktisch geräte-unabhängige Nutzung der Suite-Anwendungen erlaube, da das Paket auf PCs, Smartphones und als Web-Anwendung läuft. Letztere soll auf drei Arten verfügbar sein: eine kostenlose für Privatnutzer, und über zwei unterschiedliche Bezahlmodelle für Unternehmenskunden, so dass auch Reseller weiterhin auf ihre Kosten kommen. Business-Anwender erhalten ihren Zugang über die kostenpflichtige Online-Services des Herstellers. Hier gibt es Vollversionen sowie Sicherheits-Einstellungen, auf die Geschäftskunden besonderen Wert legen. Außerdem wird die Möglichkeit der Online-Nutzung Teil einer jeden Office-Licensing-Suite sein. Das Unternehmen kann damit selber entscheiden, ob die Anwendungen ueber die Cloud laufen sollen oder im eigenen Data-Center abgelegt werden.
Microsoft Office 2010 als Web-Angebot gibt es also:
Die Webversion umfasst die Anwendungen Word, PowerPoint, Excel und OneNote. Sie sollen zwar nur einen eingeschränkten Funktionsumfang besitzen. Es ist allerdings bekannt, dass 80 Prozent der Anwender sowieso nur 20 Prozent der angebotenen Funktionen nutzen.
Einen Verlust durch das kostenfreie Angebot befürchtet der Konzern nicht. Wie Christopher Capossela, Senior Vice President Information Worker Product Management Group bei Microsoft, es ausdrückt: „Mindestens die Hälfte der derzeitigen Office-Nutzer zahlt für unser Programm nicht. Diese können wir so wenigstens aus der Illegalität holen.”
Gleichzeitig gab Microsoft bekannt, dass statt der ursprünglich angekündigten acht Varianten von Microsoft Office 2010 für die PC-Plattform jetzt nur noch fünf unterschiedliche Editionen entwickelt werden. Dabei wird der Umfang der Programme um Funktionen erweitert, die dem besseren Zusammenspiel der einzelnen Anwendungen miteinander dienen. Teamwork-Funktionen sollen außerdem das gemeinsame Arbeiten erleichtern. Als Erscheinungszeitraum für Office 2010 und die damit korrespondierenden Anwendungen nennt Microsoft weiterhin das erste Halbjahr 2010.
Erste Zahlen zum erwarteten Absatz des Vista-Nachfolgers Windows 7 gab Microsoft ebenfalls bekannt. So seien die Marktforscher von IDC zu dem Ergebnis gelangt, dass im ersten Jahr nach dem Verkaufsstart mit einem Absatz von 180 Millionen Lizenzen zu rechnen sei. Damit würde Windows Vista deutlich in den Schatten gestellt: Seit der Veröffentlichung vor zweieinhalb Jahren sollen zwar über 100 Millionen Lizenzen in den Markt gekommen sein. Doch auf vielen Business-PCs läuft im Rahmen der Downgrade-Option ein Windows XP, so dass die installierte Basis deutlich niedriger sein dürfte.
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