02.03.2010 | Redakteur: Harry Jacob

Kunden müssen genau wissen, wofür sie zahlen, dann gibt es weniger Kritik – und mehr Umsatz. Mit Tanss bekommen Dienstleister ein Tool, das nach außen und innen Transparenz schafft: Vom Dienstplan über die gerätebezogene Arbeitsdokumentation bis hin zum Mitarbeiter- und Kunden-Wiki sowie die Abrechnung sämtlicher Leistungen zum Schluss, einfach auf Knopfdruck. Das ist schon deutlich mehr, als viele andere Lösungen können, doch mit dem aktuellen Release kommen weitere bedeutende Funktionen hinzu.
Wenn es eine eierlegende Wollmilchsau für Systemhäuser gibt, dann hat wohl am ehesten die Software Tanss diesen Titel verdient. Und Tanss sieht nicht nur auf dem Papier gut aus: IT-BUSINESS hat sich im Praxistest beim Tanss-Kunden MH Computersysteme im vergangenen Jahr davon überzeugen können, dass der Entwickler von Tanss, Ralf Huck, keine leeren Versprechungen abgibt.
Huck betreibt selbst ein Systemhaus und kennt die Tücken des täglichen Geschäfts. Seit Jahren bringt der Tüftler regelmäßig neue Releases, die Stück für Stück dafür sorgen, dass das Management der Dienstleistungs-Abteilung leichter wird und die Marge für den geleisteten Service steigt.
Eine Situation, die wohl jeder Systemhausinhaber kennt: Ein Kunde ruft an, es gibt ein Problem oder es steht eine Entscheidung an. Sie machen ihm ein paar Vorschläge, und tatsächlich findet sich eine Lösung. Keine zehn Minuten hat das gedauert. Der Kunde ist zufrieden, Sie haben einen guten Job gemacht. Aber schreiben Sie dafür eine Rechnung? Und würde der Kunde diese auch akzeptieren?
Für Ralf Huck keine Frage: seine Kunden bekommen diese Rechnung, gesammelt in der Monatsaufstellung, und sie bezahlen sie ohne zu murren. Denn mit Tanss hat er das nötige Werkzeug, um Technikerstunden und Wartungsaufträge sauber zu dokumentieren und dem Kunden die eigene Leistung so transparent zu machen, dass es nachher keine Diskussionen gibt. Mehr noch: wenn auf der einen Seite der Nachweis erbracht wird, dass die geforderten Service-Kosten zu Recht entstanden sind, auf der anderen Seite die Zusammenarbeit gut funktioniert, lassen sich die Kunden schneller darauf ein, feste Wartungsverträge abzuschließen.
Zur CeBIT kommt Huck mit der Version 5.0. Die automatisierte Ticketerstellung für telefonische Beratungen hat er schon länger implementiert, die Workflows rund ums Telefon wurden wieder verfeinert. In diesem Fall geht über die CTI-Schnittstelle automatisch ein Fenster auf, dass es dem Anwender mit wenigen Klicks ermöglicht, die Gesprächsdauer für die Rechnungsstellung dem Kunden zuzuordnen und mit Notizen zu versehen, so dass nachher sogar dargelegt werden kann, was in der Zeit besprochen wurde. Was sich damit verdienen lässt, weiß jeder Tanss-Anwender genau, denn auch die betriebswirtschaftliche Auswertung ist integriert. Bei seinen Produktpräsentationen zeigt Huck beispielsweise, wie viel Umsatz er im vergangenen Jahr über Gespräche von weniger als zehn Minuten Dauer generieren konnte.
Aber nicht nur die Dokumentation, auch die Einsatzplanung und -Vorbereitung erleichtert Tanss. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die „Checklisten“. Damit lassen sich kundenspezifische Workflows definieren, an die sich Techniker vor Ort zu halten haben. Sie können den Auftrag erst als beendet deklarieren, wenn sie alle Punkte des vorgegebenen Arbeitsablaufs abgearbeitet haben.
Ebenfalls neu ist die Überwachung der gerätebezogenen Service-Kosten. Die sorgt dafür, dass eine Warnung ausgegeben wird, wenn sich die Reparaturen in unwirtschaftlicher Weise häufen. Denn, so Huck, „manchmal wird das Problem behoben, aber die Ursache nicht beseitigt.“ Das fällt nicht auf, wenn auf Seiten des Kunden wie auf der Seite des Dienstleisters immer wieder andere Mitarbeiter involviert sind. Tanss als zentrale Instanz führt die Daten für jedes Gerät zusammen und schlägt gegebenenfalls Alarm.
Mehr Flexibilität gibt es nun bei der Behandlung der sogenannten „Service-Tickets“: sie können je nach Bedarf per Pauschalpreis abgerechnet werden, lassen sich mit Preisobergrenzen und einem definierten Freigabe-Prozess beim Überschreiten der Grenze versehen oder können eigenständig abgerechnet werden, beispielsweise wenn Service-Arbeiten projektbezogen erfasst werden sollen und nicht das Kontingent eines bestehenden Wartungsvertrags belasten sollen.
Weiter ausgebaut hat Huck ebenfalls die Schnittstellen für Tanss, zum Beispiel zur Warenwirtschaft von Mention Software und der Überwachungssoftware Server-Eye. Zusammen mit drei Partnern ist er diesmal auf der CeBIT vertreten. Der 85 Quadratmeter große Gemeinschaftsauftritt findet sich im Händlerbereich Halle 15, Stand F26. Hier können sich interessierte Reseller und Dienstleister Tanss vorführen lassen und dem Entwickler ihre Fragen stellen. Hier finden Sie die vollständige Übersicht zu allen Details voon Tanss 5.0.
Eine kostenlose Testphase inklusive Einweisung gehört zum Standardprogramm für potenzielle Neukunden. Das webbasierte Tool kostet 3.500 Euro Basispreis, pro Techniker kommen 850 Euro hinzu. Außerdem gibt es zahlreiche Module, die jeweils mit weiteren Einmalzahlungen zu Buche schlagen. Umgerechnet auf einen Mietkauf über drei Jahre müsse ein Kunde in der Regel mit Kosten von sechs bis sieben Euro pro Tag und pro Techniker kalkulieren, so der umtriebige Tanss-Entwickler, der schon wieder zahlreiche Kundenwünsche auf die To-Do-Liste genommen hat.
Nur über ein Thema lässt er nicht mit sich reden: Rabatte. Die gibt Ralf Huck nicht, aber ein Versprechen: „Die Software amortisiert sich innerhalb eines Jahres!“ Und bislang hat er seine Kunden noch nie enttäuscht.
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