18.08.2009 | Autor / Redakteur: Daniel Feldmaier und Regina Böckle / Daniel Feldmaier

Unternehmen benötigen oft noch einen kräftigen Anstoß durch Systemhäuser und Partner, um sich auf die mittlerweile ausgereiften Virtualisierungs-Technologien einzulassen.
Virtualisierung ist mittlerweile erwachsen geworden. Hardware-Virtualisierung im Server- und Desktop-Bereich hat sich durchgesetzt, Managed Infrastructure-Services und Cloud-Konzepte schöpfen die Möglichkeiten der Technik weiter aus. Bereits im Jahr 2008 überstieg die Anzahl der ausgelieferten virtuellen Maschinen (VMs) erstmals die Zahl der physikalischen Server im gleichen Zeitraum (siehe Grafik anbei).
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| Die IDC-Studie belegt: Bereits 2008 überstieg die Anzahl der ausgelieferten virtuellen Maschinen (VMs) erstmals die Zahl der im gleichen Zeitraum ausgelieferten physikalischen Server. |
Dieser Trend wird sich nach Ansicht der IDC-Analysten fortsetzen: 2013 sollen 2,7 Millionen VMs in Westeuropa verkauft werden. Ihnen stehen gerade einmal 1,9 Millionen physikalische Server gegenüber. Und bereits 2010 soll die Anzahl der ausgelieferten virtuellen Maschinen (VMs) die Zahl der physikalischen um mehr als zehn Prozent übertreffen. Ursache für diese Verschiebung der Verhältnisse sind keineswegs die sinkenden Hardware-Ausgaben. Denn hier sei 2009 die Talsohle erreicht.
Die Schätzungen der Marktanalysten beziehen sich auf die neu verkauften Systeme. Das erklärt, weshalb – absolut betrachtet –derzeit nur zwei Prozent der weltweit eingesetzten Server virtualisiert sind. Und die Virtualisierung von Desktops hat gerade erst begonnen. Für Systemhäuser steckt in dieser Technologie daher noch viel Geschäft. Ein kurzes Beispiel aus der Praxis zeigt, wo auch bei kleineren Endkunden mögliche Ansatzpunkte liegen können.
Wir befinden uns in einer stetig gewachsenen Werbeagentur mit 22 Mitarbeiten und ebenso vielen PC-Arbeitsplätzen. Einen Administrator gibt es nicht. Die EDV verantwortet einer der beiden Geschäftsführer. Die Server-Hardware wurde seit vier Jahren nahezu nicht mehr angetastet und läuft mit Windows Server 2003. Die Desktopsysteme an den Arbeitsplätzen stoßen mittlerweile bei aktueller Grafik- und Rendering-Software an ihre Grenzen. Zudem ist auch der Storage nahe an seiner Kapazitätsgrenze.
Reseller: „In Ihrem Fall bietet es sich eher an, Platz und Rechenleistung in der Cloud zu mieten.“
Reseller: „Wir können die Daten hochsicher verschlüsseln.“
Reseller: „Dann wäre die Virtualisierung für Sie die richtige Lösung.“
Reseller: „Lassen Sie uns exakt messen, wie ausgelastet Ihre Server derzeit sind.“
Es stellt sich heraus, dass die Server im Schnitt nur zu 20 Prozent ausgelastet sind. Eine anschließende TCO-Kalkulator-Prüfung zeigt, dass sich ein Virtualisierungsprojekt binnen zweier Jahre amortisieren würde.
Reseller: „Die Server zu virtualisieren und alle Arbeitsplätze mit Thin Clients auszustatten ist hier der richtige Ansatzpunkt.“
Der Reseller registriert dieses Projekt bei seinem Distributor. Mit ihm gemeinsam entwirft er die Architektur der Lösung, die eine Server-, Storage- und Desktop-Strategie umfasst. Auch soll das Versions-Wirrwar (Betriebssystemversionen, Update-Stände) vereinfacht werden. Die Applikations-Virtualisierung von Citrix erlaubt es, beliebige Anwendungen zu nutzen, unabhängig davon was auf dem Endgerät installiert ist.
Welche weitern Schritte auf Basis dieser Informationen weiter möglich sind, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
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