Menschliches Versagen verursacht Datenausfälle

Kroll Ontrack identifiziert die Ursachen für Datenverlust

29.07.2010 | Redakteur: Andreas Bergler

Der Verlust kritischer Daten ist zum großen Teil auf den Menschen selbst zurückzuführen.

Die häufigsten Ursache für verlorengegangene Daten ist der Mensch. Kroll Ontrack hat dies in einer aktuellen Studie herausgefunden und rät, Konsequenzen daraus zu ziehen.

Was ist schlimmer als Wind und Sturm? Es ist nicht der Computer-Wurm - sondern: der Mensch. Dieser sorgt für die meisten Datenverluste. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage von Kroll Ontrack. Der Datenrettungs-Spezialist befragte mehr als 2.000 Teilnehmer aus 17 Ländern weltweit zur Ursache ihrer jüngsten Datenverluste. 40 Prozent der Befragten halten demnach menschliche Fehler für die Hauptursache. Bemerkenswert ist die Entwicklung der Ansichten: Bei der vorausgehenden Studie im Jahr 2005 hielten nämlich nur elf Prozent der Befragten die Anwender für die Datenverlust-Ursache.

Damals gaben noch 56 Prozent der Befragten Hardware- und Systemfehlern die Hauptschuld an den Datenproblemen. Computerviren legten als Übeltäter wieder zu: Waren Viren im Jahr 2005 mit vier Prozent „Schuldigkeit“ gelistet, so kamen sie dieses Jahr auf knapp sieben Prozent. Den Naturkatastrophen wird ein Anteil von 2,7 Prozent an der Schuld für Datenverluste zugeschrieben. Fast ein Fünftel der Betroffenen konnten erstaunlicherweise jedoch nicht nachvollziehen, wie und warum ihre Daten verschwanden.

Jeder private und professionelle Anwender, so der Apell von Kroll Ontrack, sollte daher sicherstellen, dass neue Speicher-Technologien kompetent eingesetzt werden und dass kritische Daten zusätzlich redundant gesichert werden. „Für den Ernstfall sollte jeder Anwender seinen persönlichen Desaster-Recovery-Plan festgelegt haben, um den Fortlauf seiner Geschäfte zu gewährleisten“, sagt Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack, und erklärt weiter: „Datenverlust kann schwerwiegende Folgen haben. Ganz gleich, ob die Daten durch ein Virus beschädigt wurden, versehentlich kritische Dateien, Volumes oder virtuelle Maschinen gelöscht wurden und es kein Backup gibt oder dieses fehlerhaft ist.“


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