12.05.2009 | Autor / Redakteur: Wolfgang Kemna, Zetvisions / Andreas Bergler
Mit jeder neuen Gesetzgebung werden die Anforderungen an die Compliance komplexer: Insbesondere Firmengruppen mit einem stark verästelten Geflecht in- und ausländischer Beteiligungen fällt es oft schwer, ihren vielfältigen Berichtspflichten nachzukommen.
Häufig müssen Großkonzerne intern mehrere tausend Beteiligungen – Tochterunternehmen, Filialen, Mehr- und Minderheitsbeteiligungen – verwalten und sind dabei nicht einmal in der Lage, Basisdaten wie Ansprechpartner oder Geschäftskernzahlen ohne erheblichen Aufwand abzurufen. Eine Steuerung anhand aktueller und zuverlässiger Zahlen wird praktisch unmöglich.
Ohne eine adäquate IT ist Compliance de facto nicht mehr zu erreichen. Außenwirtschaftsverordnung, Wertpapierhandelsgesetz und neue EU-Richtlinien sorgen für hohen bürokratischen Aufwand bei den Unternehmen. Vielerorts werden die notwendigen Informationen mittels per E-Mail versendeter Excel-Sheets zusammengetragen. Der Aufwand eines solchen Vorgehens ist immens hoch und bietet wenig Sicherheit. Compliance-Verstöße sind vorprogrammiert. So ist es kein Wunder, dass dieser Punkt auf dem „Ernst & Young Business Risk Radar“ unter den Top Ten der strategischen Geschäftsrisiken rangiert.
Allerdings ist die Bedeutung von Compliance noch nicht in allen Geschäftsbereichen angekommen, was angesichts der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzlage erstaunt: So hat die Studie „Trends im Beteiligungsmanagement“, die von Prof. Jörn Littkemann, Lehrstuhlinhaber an der Fernuniversität in Hagen, in Kooperation mit dem Heidelberger Softwarespezialisten Zetisions erstellt wurde, ergeben, dass nur knapp 36 Prozent der befragten Beteiligungsmanager Compliance als Bestandteil des Beteiligungsmanagements sehen. Gleichzeitig sehen fast 90 Prozent der Befragten die Entwicklung gesetzlich vorgeschriebener Risikofrühwarnsysteme als wichtig oder sehr wichtig an.
Warum Standardlösungen bevorzugt werden sollten, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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