11.10.2011 | Redakteur: Ralph Beuth
Wyse Technology, Hersteller von Software, Hardware und Services für Desktop-Virtualisierung, die auf Thin und Zero Client Computing basiert, hat neue Modelle seiner „X class“ vorgestellt. Stärkere Prozessoren und die optionale Integration von SSD-Speichersystemen ermöglichen die effiziente Nutzung des „local mode“ von VMware sowie des „Wyse WSM cruiser mode“ (WSM = Wyse Streaming Manager).
Bisher hatten mobile Anwender mit ihren Thin Clients keinen Zugriff auf die virtuellen Unternehmensinfrastrukturen, sobald sie vom Netzwerk getrennt waren, weiß Wyse; stattdessen mussten sie Offline-Daten manuell mit den Daten ihrer virtuellen Maschinen synchronisieren. Das aber sei ein Prozess, der Fehleranfälligkeit und hohe Sicherheitsrisiken berge, so der Thin-Client-Hersteller.
Dieses Problem will Wyse mit der X class gelöst haben: Der mobile Thin Client benötigt keine direkte Verbindung zu den virtuellen Maschinen, um die Vorteile der Virtuellen Desktop-Infrastruktur (VDI) nutzen zu können. Mit der Bereitstellung des VMware View 5 „local mode“ steht Anwendern diese Funktionalität auf der Wyse X class nun auch zur Verfügung.
Die neuen Modelle sind in zwei Ausführungen erhältlich: Die „X class c“-Familie verfügt über ein hintergrundbeleuchtetes LED-Display mit 11-Zoll-Bildschirmdiagonale. Das System ist wahlweise mit Suse Linux, Windows Embedded Standard 2009 und Windows 7 sowie Wyse WSM für provisionierte Umgebungen verfügbar.
Die „Wyse X class m“-Familie ist mit einem 14-Zoll-Display ausgestattet. Ein Dual-Core-Prozessor aus der G-Serie von AMD übernimmt in Form einer Accelerated Processing Unit (APU) die Aufgaben der CPU, des Grafikprozessors und eines HD-Video-Decoders. Zudem verfügt das System über USB 3.0.
Der „VMware View local mode“ erweitert die Produktivität von mobilen Anwendern, während gleichzeitig die zentralisierte Bereitstellung von Systemen und die Einhaltung von IT-Richtlinien erleichtert werden. Dazu ist einfach der verschlüsselte virtuelle Desktop einschließlich Betriebssystem, Anwendungen und Daten auf den lokalen Client herunterzuladen.
Die Daten werden dabei auf einer SSD-Platte abgelegt und sind nicht direkt vom Anwender erreichbar. Durch die Verschlüsselung sind die Daten sicher.
Das System ist vom Anwender sowohl mit als auch ohne Netzwerk einsetzbar. Alle Änderungen am Virtual Desktop werden bei der nächsten Verbindung mit dem Netzwerk vollautomatisch mit dem Datacenter synchronisiert.
Der WSM ermöglicht das Streamen des kompletten Betriebssystems einschließlich der Applikationen auf die Client Devices. Für die erstmalige Provisionierung wird eine direkte Netzwerkverbindung benötigt. Eine originale Kopie verbleibt dabei auf dem WSM Server. OS und Applikationen werden im lokalen Speicher des Clients ausgeführt.
Im „cruiser mode“ oder auch „mobile disconnected mode“ stehen die Daten auch dann zur Verfügung (gespeichert auf einer lokalen SSD), wenn das System nicht mit dem Netzwerk verbunden ist. Änderungen werden lokal gespeichert und erst synchronisiert, wenn das System wieder am Netzwerk angeschlossen ist. Dabei unterstützt WSM sowohl einzelne und mehrfache als auch anwendergenerierte Partitionen.
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