Gerüstet für die Zukunft: Vidyo, Lifesize und Vitec

Die Videokonferenz wird mobil

22.02.2011 | Redakteur: Sylvia Lösel

Lifesize bringt Videos in HD-Qualität aufs Handy — allerdings nicht live.

Was hat ein rollender Roboter mit der Zukunft der Videokonferenz zu tun? Die Antwort darauf hat Distributor Vitec. Aber auch die Hersteller Vidyo und Lifesize haben Spannendes entwickelt, um im boomenden Bewegtbilder-Markt Akzente zu setzen.

Immer höhere Bandbreiten und immer ausgefeiltere Technologien haben Videokonferenzen inzwischen zum Durchbruch verholfen. Begünstigt wurden sie im Jahr 2010 noch durch den Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull, aber auch ein höheres Bewusstsein für Zeit-, Kosten- und Energie-Ersparnis hat in den Chefetagen Einzug gehalten.

Zielgruppe wächst

Mussten noch vor einigen Jahren Unternehmen tief in die Tasche greifen, wenn sie Videokonferenz-Systeme installieren wollten, gibt es nun auch preisgünstige Alternativen, die zunehmend von Mittelständlern genutzt werden. Auch deshalb erlebt die Branche gerade einen Boom. „Unsere Forschungen besagen, dass der Bedarf an mobilen HD-Videos eine große Rolle bei der Annahme von Videokonferenz-Technologie im Jahr 2011 spielen wird“, sagt Roopam Jain vom Meinungsforschungsinstitut Frost & Sullivan. Standen bisher teure Raumsysteme oder desktop-gebundene Video-Systeme zur Diskussion, bringen erste Anbieter die Videokonferenz jetzt sogar auf Tablet und Smartphone.

Mobile Bildtelefonie

Auf dem Mobile World Congress zeigte so zum Beispiel Anbieter Vidyo seine neue Vidyo-Router-Architektur. Diese basiert auf dem H264-Scalable-Video-Coding-Standard und kommt ohne eine teure Multipoint Control Unit (MCU) aus. Dadurch werden Videokonferenzen über das Internet, aber auch über 3G-, 4G- und WLAN-Netze möglich. Die Lösung ist software-basiert und kann so an beliebige Hardware-Plattformen und Betriebssysteme angepasst werden. Damit können zum Beispiel Netzbetreiber, Anbieter von Konferenzservices oder OEM-Partner neue Service-Angebote schnüren.

Android und Apple als Basis

Das Unternehmen Fuze Box hat zum Beispiel die Vidyo-Technologie in seine Lösungen integriert, und kann nun neue Anwendungen auf Mobilgeräten anbieten. Ofer Shapiro, CEO bei Vidyo: „Unsere Technologie ist so konzipiert, dass Partner neue Lösungen mit allen denkbaren Endgeräten schnell und unkompliziert entwickeln und umsetzen können.“ Die Vidyo-Plattform unterstützt bereits iPad, iPhone 4, iPod, Samsung Galaxy Tab und Galaxy S, Geoogle Nexus S sowie diverse weitere android-basierte Mobiltelefone und Tablets.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie ein rollender Roboter Reisen überflüssig macht.

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