Effiziente Kühlung für Serverräume und Rechenzentren

Warum man Racks noch dichter bauen sollte

30.04.2009 | Redakteur: Andreas Bergler

Peter Wäsch, Leiter Vertrieb IT DACH bei Schäfer IT-Systems

Die Energiedichte in Rechenzentren und Serverschränken nimmt zu. IT-BUSINESS sprach mit Peter Wäsch von Schäfer IT-Systems über die richtige Strategie beim Aufbau einer Energie-effizienten Umgebung.

ITB: Beim Neubau von Rechenzentren legen Kunden immer mehr Wert auf Energie-Effizienz. Was sollten Systemintegratoren beim Design von Rechenzentren beachten?

Wäsch: Der wichtigste Aspekt ist derzeit immer noch, Betriebskosten, also auch Strom zu sparen. Neben ersten konkreten und vielen futuristischen Konzepten für die Abwärmenutzung zur Warmwasseraufbereitung gibt es bereits beim Auf- oder Umbau von Rechenzentren viele Einsparungsmöglichkeiten. Mit modernen Designs und Systemen kann man gegenüber konventionellen Lösungen bereits bis zu 20 Prozent an Energie einsparen.

ITB: Wie sollte denn ein Rechenzentrum aufgebaut sein, das von vornherein möglichst wenig Energie benötigt?

Wäsch: Entgegen der landläufigen Auffassung, dass ein RZ möglichst großzügig angelegt sein soll, spart man doch am ehesten Energie, wenn man die zu kühlende Hardware möglichst nah zueinander bringt. Dadurch benötigt man weniger Klimageräte, weniger Kühlleistung und hat einen niedrigeren Energieverbrauch. Berechnen Sie nur einmal den Aufwand, um eine Kerze aus 50 Metern Entfernung auszublasen …

ITB: Führt das nicht zu einem erhöhten Hitzerisiko für die Server?

Wäsch: Nein, denn moderne Designs setzen auf eine ganz gezielte Kaltluftzuführung und möglichst kurze Wege. Dazu gehört zum Beispiel, die Rackreihen nach dem Front-zu-Front-Prinzip aufzustellen und Kaltgänge zu bilden.

ITB: Macht ein solcher Aufbau nicht nur in kleinen, niedrigen Räumen Sinn?

Wäsch: In weitläufigeren oder höheren Räumen kann man die Kaltgänge zusätzlich einhausen, um die Kaltluftführung effizienter zu gestalten. Durch ein solches Design sind 40 Prozent Energie-Einsparung und mehr möglich. Für noch höhere Wärmelasten und so genannte Hot Spots empfehlen sich rundum geschlossene, wassergekühlte Klima-Racks mit einem integrierten Wärmetauscher. Damit lassen sich, unabhängig von der Raumluft, sehr hohe Wärmelasten bewältigen und die Raumklima-Anlagen deutlich entlasten.


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