Steigende Budgets und neue Technologien

Die Zukunft der eCollaboration geht in Richtung Holografie

20.12.2007 | Redakteur: Stefan Riedl

Das eCollaboration-Hologramm von Cisco ist bereits in einem Youtube-Video zu sehen.

Gleich mehrere gesamtwirtschaftliche Trends ebnen der eCollaboration den Weg in eine profitable Zukunft. Globalisierung, Green-IT und Effizienzsteigerung. Cisco geht diesen Weg konsequent mit den Telepresence-Systemen, die schon jetzt Raumschiff Enterprise zur Ehre gereichen.

Der Markt für eCollaboration-Lösungen boomt. Steigende Budgets für die Systeme und wachsende Stückzahlenabsätze lassen die Preise pro Einzelsystem derzeit sinken – eine Preisspirale nach unten nimmt ihren Lauf. So rüstet sich Cisco derzeit für einen Boom der Telepresenter-Systeme, die den Teilnehmern an einem Konferenztisch suggerieren, bis zu sechs weitere Teilnehmer auf 65-Zoll-Plasmabildschirmen säßen mit am Tisch. Die teuren Systeme, deren Einführungskosten im sechs- bis siebenstelligen Bereich liegen, sind gegenwärtig in etwa 100 Großunternehmen im Einsatz.

Heute bremst die Technologie, dass die Nutzung der Telepresenter auf ein abgeschlossenes Unternehmensnetzwerk (VPN, Virtual Private Network) begrenzt ist. Voraussichtlich zur zweiten Jahreshälfte 2008 werden Intercompany-Funktionen von Cisco Telepresence virtuelle Meetings auch zwischen unterschiedlichen Unternehmen ermöglichen. Um das umzusetzen, arbeitet Cisco eigenen Angaben zufolge gegenwärtig an einer dafür nötigen End-Point-Authentifizierung.

Der nächste große Evolutionsschritt für die High-End-Videokonferenzlösung »Cisco Telepresence« ist bereits kurz vor der Marktreife: Bereits Ende 2008 wird es soweit sein: Die Gesprächspartner im Telepresence-Meeting werden dreidimensional – per Hologramm – aufeinander treffen. So präsentierten Cisco-CEO John Chambers und sein Senior Vice President Emerging Technologies Marthin DeBeer sichtlich stolz im November bereits ein voll funktionsfähiges System im Rahmen der Eröffnung der Cisco-Zentrale für den Fernen Osten im indischen Bangalore.

Dort befand sich physisch präsent John Chambers und hielt ein Telepresence-Meeting der Zukunft mit DeBeer ab, der als virtueller Gesprächspartner ebenfalls in Lebensgröße und 3D zu sehen war, sich jedoch leibhaftig in der Unternehmenszentrale in Kalifornien aufhielt. Die holographische Darstellung von DeBeer, also die Sprachwiedergabe, Bild und Bewegungen wirkten nahezu lebensecht, die Übertragung führte kaum zu Verzerrungen. Das Delay (die Verzögerung) beträgt gegenwärtig laut Unternehmensangaben auch nur maximal 160 Millisekunden und die benötigte Bandbreite wird die des 2D-Telepresenters nur geringfügig übersteigen.

Obi Wan lässt grüßen

Das Hologramm wird bei den 3D-Telepresenter-Systemen in Glasquader projiziert. Auf der Aufnahmeseite können sich die Teilnehmer in dem bisher verfügbaren Pilotsystem auf einer Fläche von etwa einem auf zwei Metern frei bewegen. Nähere Details zur Hologramm-Technologie haben die Cisco-Forschungsabteilung jedoch noch nicht verlassen. Das Unternehmen ließ es sich aber nicht nehmen, das erste öffentliche Holografie-Treffen zwischen Chambers und DeBeer auf dem Videoportal Youtube zu veröffentlichen.


Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2009810)

IT-BUSINESS Newsletter-Vorschau
Zum Beispiel-Newsletter

Abonnieren Sie den täglichen Newsletter IT-BUSINESS Today!

Sie erhalten kostenlos und pünktlich jeden Morgen und Mittag die aktuellsten News, Hintergründe und Personalien aus dem IT-Markt.

>> Hier geht es weiter zur Registrierung