Absage an Dienstleistungen vor Ort beim Kunden

Wie weit Ingram Micro mit den Value Added Services gehen will

22.06.2010 | Redakteur: Regina Böckle

Uwe Kannegießer leitet die VAD-Division bei Ingram Micro.

Was Ingram Micro im VAD-Bereich plant, erläutert Uwe Kannegießer, Chef der VAD-Division, Gerhard Schulz, Senior Vice President Zentral- und Osteuropa, sowie Marcus Adä, Vice President Sales, und Klaus Donath, Director Networking und Software Group (NSG).

ITB: Was steht bei der VAD-Division von Ingram Micro dieses Jahr auf dem Programm?

Adä: Es geht hauptsächlich um alles, was sich im Rechenzentrum wiederfindet: angefangen von Servern über Storage, Netzwerk, Virtualisierung inklusive Datenmanagement und Security sowie die XaaS- und Cloud-Thematik. Hier können wir Partnern sowohl in der Breite als auch in der technischen Tiefe umfassende Unterstützung anbieten. Die reicht von ganz grundlegenden Sales-Kits über Presales bis hin zur Analyse und zum Entwurf einer kompletten Lösung.

ITB: Bieten Sie Partnern auch Konfigurations-Services, Test- und Democenter an?

Marcus Adä ist Vice President Sales bei Ingram Micro.
Marcus Adä ist Vice President Sales bei Ingram Micro.

Adä: Wir bieten dem Partner schon heute umfassende Konfigurations-Services: beispielsweise installieren wir Software vor und helfen beim Right-Sizing von Systemen. Das sind selbstverständliche Basis-Leistungen. Individuelle Konfigurationen werden in Straubing von einem eigenen Spezialisten-Team erstellt. Natürlich archivieren wir die einzelnen Lösungen in einer Knowledge-Datenbank. Unser wichtigstes Anliegen ist es aber, den Partner in die Lage zu versetzen, das nötige Know-how für alle Value-Themen aufzubauen und die erforderlichen Zertifizierungen zu erhalten. Diese komplexen Konfigurations-Leistungen können wir aufgrund unserer heutigen Infrastruktur ebenfalls europaweit ausbauen.

ITB: Übernehmen Sie für die Bereiche, die der Partner in einem Projekt nicht selbst abdecken kann, entsprechende Vor-Ort-Installations-Services?

Adä: Nein. Wir werden alles tun, um den Partner in die Lage zu versetzen, komplexe Lösungsgeschäfte selbstständig zu tätigen. Aber wir wollen Coach bleiben und nicht aktiv in das Projekt eingreifen. Eine Ausnahme bildet unser Bereich DC/POS, der Partnern bei hoch komplexen Scanning-Projekten auch vor Ort unterstützt, beispielsweise wenn es zu klären gilt, wie viele Router nötig sind, um in der Netzwerk-Infrastruktur des Endkunden eine WAN-fähige Lösung einzusetzen.

Schulz: Wir werden nicht in großem Stil einen Mitarbeiter-Stab oder ein Profit-Center aufbauen, um Partner bei Installationen vor Ort zu unterstützen. Denn ein solches Modell funktioniert nicht. Selbstverständlich werden wir in einzelnen Situationen unterstützend eingreifen, aber das bleibt die Ausnahme. Wir bieten Schulungen und Zertifizierungen für Partner an und erfüllen selbstverständlich alle Anforderungen der Hersteller an technisch hoch zertifizierte Mitarbeiter, die Partner bei der Konfiguration der Lösung und der Definition des Projekts unterstützen.

Weshalb Ingram Micro diese Art von Services ablehnt, erfahren Sie auf der nächsten Seite.


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