26.05.2008 | Redakteur: Regina Böckle
COS Distribution sei auf dem richtigen Weg, habe aber noch einige Aufgaben zu lösen, erklärt COS-Distribution- und Tiscon-Vorstand Michael Krings 18 Monate nachdem er dort das Ruder übernahm. Unter dem Dach der Arques-Tochter Tiscon will das Unternehmen wieder zu einem gewichtigen Player werden. Welche Probleme noch zu überwinden sind, und was für das laufende Jahr geplant ist, erläutert Krings im Interview mit IT-BUSINESS.
ITB: Wie lautet Ihr Fazit nach zwei Jahren am Steuer der COS-Distribution?
Krings: 2006 bestand die Aufgabe hauptsächlich darin, das Unternehmen erst einmal so weit zu stabilisieren, dass man es verkaufen konnte. 2007 lautete die Herausforderung, diese Stabilität weiter auszubauen und den weiteren enormen Herausforderungen aus dem Asset-Deal und die damit verbundenen Themen in den Griff zu bekommen. In dieser Zeit haben wir Mitarbeiter und Strukturen der Firma Typhoon integriert, und profitabel ausgebaut, und im Herbst 2007, etwa drei Monate später, erneut acht ehemalige Lion-Mitarbeiter übernommen und im Zuge dessen ein eigenes Vertriebsbüro im Raum Koblenz eröffnet. 2008 geht es nun darum, die geschaffenen Strukturen weiter auszubauen und diese, wenn es sich anbietet, mit neuen Akquisitionen zu unterstützen, Ziel ist es auf jeden Fall, das Kosten-, Margen- und Leistungsverhältnis weiter zu verbessern.
Krings: Die COS ist in diesen schwierigen Jahren extrem kritisch mit sich selbst umgegangen, zudem standen einige Mitarbeiter selbst nicht mehr hinter dem Unternehmen. Wenn dann obendrein die Zahlen nicht stimmen, fragt der Markt natürlich schnell, wie lange das noch gut geht. Inzwischen sind unsere Zahlen sehr viel besser geworden, die Mitarbeiter stehen wieder zu 100 Prozent hinter dem Unternehmen und arbeiten mit hervorragendem Einsatz, sonst hätten wir diese positive Entwicklung auch nicht vollzogen. Aber wir sind noch nicht am Ziel und müssen deshalb noch sehr hart weiter an unseren Zielen arbeiten. Dies wird umso wichtiger, da ich 2008 insgesamt mit einem schwierigeren Markt als noch im Jahre 2007 rechne. Insbesondere im Privatkundensegment sehe ich 2008 viele Veränderungen.
Krings: Ein Problem ist das nicht. Aber kleinere Händler gehen bei schwierigerer Marktlage schnell dazu über, erstens weniger auf Lager zu nehmen, und zweitens nicht in Produktsegmente zu investieren, mit denen sie erst langfristig profitabel sein können. Allerdings bedienen wir auch einen großen Anteil an Partnern, die sich auf mittelständische Unternehmen spezialisiert haben sowie ausgesuchte Systemhäuser. Im reinen Systemhauskanal sind wir momentan sicherlich nicht so stark vertreten, das ist richtig.
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