Nach 20-jähriger Geschäftstätigkeit

Hersteller und Distributor Cemos ist insolvent

29.06.2009 | Redakteur: Regina Böckle

Am Hamburger Hauptsitz kämpft Cemos ums Überleben.

Es war kein leichter Gang für Cemos-Geschäftsführer Jürgen Gühlich: 20 Jahre nach Firmengründung musste er vergangenen Donnerstag beim Amtsgericht Hamburg Insolvenzantrag stellen.

Die Geschäfte des insolventen Hamburger Distributors, der sich im Fachhandel auch mit seinen PC-Eigenmarken einen Namen gemacht hatte, führt seit vergangenen Donnerstag der vorläufige Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder.

Der Hamburger Rechtsanwalt prüft derzeit, ob und vor allem wie es für die Cemos GmbH weitergehen kann. Wie immer wird dabei auch nach möglichen Investoren oder Übernahme-Kandidaten gesucht.

Das Kerngeschäft der Cemos GmbH liegt im Vertrieb von Hardware und der Produktion von PCs. Zu den Partnern des Experten für Multimedia, Server, PCs und Komponenten gehören über 4.000 Systemhäuser und IT-Händler bundesweit. Mit einer Lagerfläche von mehr als 5.000 Quadratmetern und ausgefeilter Logistik belieferte die Cemos Distribution ihre Partner im In- und Ausland, in der Regel binnen 24 Stunden nach Bestelleingang. Einfache Abwicklung, schnelle Reaktionszeiten, möglicher Vorabaustausch und die kulante Handhabung von Garantiefällen kennzeichneten den anerkannt guten Service.

Erst Anfang 2007 hatte das Unternehmen in Reutlingen am Sitz der ehemaligen Krystaltech Lynx ein süddeutsches Vertriebsbüro eingerichtet, das mehrheitlich mit ehemaligen Krystaltech-Lynx-Mitarbeiter besetzt wurde. Ziel war es, durch die Stärkung des Notebook-Geschäfts vor allem die Mobile-Computing-Sparte auszubauen. Nun geriet Cemos selbst in Schwierigkeiten, ebenso wie vor wenigen Monaten auch schon der Pohlheimer Distributor und PC-Fertiger Everyware.

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