06.09.2010 | Redakteur: Stefan Riedl
Als „Billig-iPad“ ist das Galaxy Tab von Samsung mit seinem Preis von rund 800 Euro nicht zu verstehen. Als ernst zu nehmender Konkurrent durchaus. Samsung hat sich gleich in mehrerlei Hinsicht am Apple-Erfolgsmodell orientiert.
Im Vorfeld eines Launch-Events auf der IFA gab sich Samsung geheimniskrämerisch und streute über ein kurzes Web-Video nur ein paar Minimalangaben zum neuen Tablet „Galaxy Tab“. Es war ganz so, als habe man sich das iPad nicht nur produktseitig, sondern Apple auch marketingseitig zum Vorbild genommen.
Nun sind Details bekannt: Das Samsung Galaxy Tab ist zum Surfen im Netz, der Wiedergabe von Multimedia-Inhalten (Videos, eBooks et cetera) unterwegs, sowie E-Mail, Sprach- und Videotelefonie und SMS/MMS ausgelegt. Die TFT-Display-Diagonale beträgt 17,8 Zentimeter.
Der sogenannte Readers Hub ist Samsungs integrierte E-Reader-Anwendung mit Zugriff auf eine digitale Bibliothek. Über zwei Millionen Bücher in 25 Sprachen, mehr als 1.600 Zeitungen in 42 Sprachen und über 3.000 Titel von Magazinen in 20 Sprachen stehen bei Markteinführung zur Verfügung, verkündete Samsung stolz.
Der Media Hub ist eine Schnittstelle zu einer Sammlung von Videos mit Zugriff auf „Tausende von Filmen und TV-Serien“, so Samsung. Der Music Hub ist folgerichtig eine Anwendung für den Zugriff auf eine Auswahl aus „10 Millionen Titel von Künstlern jedes Genres“, wie das Unternehmen angibt.
Erneut lässt sich das Strickmuster eines Apple-Erfolgsmodells erkennen: iTunes.
Der Zugriff auf den Android Market erlaubt den Benutzern, Anwendungen herunterzuladen. Darunter sind unter anderem Google-Services, die für das Android-Betriebssystem konzipiert sind. Wie beim App-Store auch sind das mehr oder weniger nützliche Applikationen, wie beispielsweise „Google Maps Navigation“. Andere Anwendungen greifen das Thema Augmented Reality auf, bei dem optische Daten in Echtzeit mit Zusatzinformationen ergänzt werden.
Unternehmensangaben zufolge, ist das Galaxy Tab das erste DivX-zertifizierte Tablet. HD-Aufnahmen werden von Multi-Codec (unter anderem: DivX, XviD, MPEG4, H.263, H.264) unterstützt.
Der Preis (unverbindliche Preisempfehlung) wird Medienberichten zufolge bei etwa 800 Euro liegen. Von einem „Billig-iPad“ kann also keine Rede sein. Apple verlangt für den iPad je nach Ausstattung zwischen 500 und 800 Euro.
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