07.01.2011 | Redakteur: Stefan Riedl
Kein Flash, kein Android-Market und daher wenig Apps – viele Kunden bereuten den Kauf des Mini-Tablets Toshiba Folio 100. Beim Groß-Filialisten Dixons in Großbritannien wurde das Gerät aus den Regalen genommen. Toshiba arbeitet nun mit Hochdruck daran, die Probleme schnell aus der Welt zu schaffen.
Soviel vorweg: In Deutschland gibt es keinen Verkaufsstopp für den Toshiba-Mini-Tablet Folio 100, der seit Mitte November hierzulande verkauft wird, teilte Toshiba auf Anfrage mit. Zur Debatte steht dieser Schritt, weil in Großbritannien die Folio-Geräte in den Dixons-Filialen vorübergehend aus den Regalen genommen wurden.
Bei Toshiba weiß man genau, warum gegenwärtig viele Folio-Kunden unzufrieden sind: „Der Folio 100 ist ein Tablet im 10,1-Zoll-Format und hat aus diesem Grund keine Freigabe für den offiziellen Android-Market, da dieser für Smartphones konzipiert wurde und dementsprechend Geräte, die größer als 7 Zoll sind, nicht unterstützt“, war aus dem Unternehmen zu erfahren.
Da Folio-Nutzer nicht an den Android-Pool an Apps kommen, ist die Auswahl an Apps noch gering. Alternativ wurde zwar „Toshiba Market Place“ auf dem Folio installiert, über den Apps zu haben sind. Dieser hausinterne App-Markt „befindet sich derzeit noch im Auf- und Ausbau und wird kontinuierlich durch neue Apps erweitert“, ließ Toshiba wissen. Hinzu kommt, dass sich die Verfügbarkeit von Flash für den Folio leider verzögert.
Statt zu jammern nennt man bei Toshiba die oben genannten Probleme aber beim Namen, krempelt die Ärmel hoch und arbeitet mit Hochdruck an Verbesserungen. In Kürze soll ein automatisches Over-the-Air-Update zur Lösung des Flash-Problems über den Äther gehen. Außerdem werden seit Mitte Dezember Software-Patches vorbereitet, die nach Fertigstellung über die Toshiba Service Station verbreitet werden.
Diese Patches sollen zudem für einen höheren Bedienkomfort sorgen und Verbesserungen in folgenden Bereichen veranlassen: Multitouch, Video-Playback, Stand-by-Management und Open-GL-Libraries.
Da in Deutschland kein Lieferstopp für den iPad-Konkurrenten ansteht und einige Verbesserungsmaßnahmen angestoßen wurden, rechnet man bei Toshiba hierzulande mit keinen Beeinträchtigungen im Fachhandel.
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