Phenom-II- und Neo-CPU als Basis

AMD geht mit Dragon und Yukon an den Start

12.01.2009 | Redakteur: Erwin Goßner

Der Phenom II X4 ist PIN-kompatibel zum Sockel AM2+.

Ein Produkt-Highlight des noch jungen Jahres ist die Einführung der Dragon-Plattform von AMD, die auf den Phenom-II-Prozessoren basiert. Zwei Tage zuvor hat der amerikanische Chip-Hersteller zudem die Verfügbarkeit der Yukon-Plattform für ultraportable Notebooks angekündigt.

Deutlich zügiger als von manchem Branchenkenner erwartet hat AMD die ersten Phenom-II-Prozessoren und die darauf aufbauende Dragon-Plattform zur Marktreife gebracht. Denn die Verfügbarkeit wurde noch im November vergangenen Jahres, als AMD die ersten Quad-Core-Opteron-CPUs auslieferte, nur vage formuliert: eigenen Angaben zufolge sollte die Einführung der Desktop-CPUs auf Basis der 45-Nanometer-Technologie im Lauf des ersten Quartals 2009 erfolgen. Der Mix aus Phenom-CPU, einer Grafik der Baureihe ATI Radeon HD 4800 und Chipsätzen der 7er-Serie soll seine Stärken in hoher System-Performance, geringem Energieverbrauch und niedrigen Anschaffungskosten ausspielen. AMD beziffert die Preisvorteile solcher PCs gegenüber vergleichbaren Konkurrenzsystemen auf bis zu 900 Euro.

Für die ersten Desktop-PCs mit Dragon-Struktur, die sich laut AMD und ersten Testberichten zufolge mit weitaus teureren Konkurrenzprodukten messen können, stehen zurzeit zwei Desktop-CPUs zur Verfügung. Ausgeliefert werden die Phenom-II-X4-Prozessoren vom Typ 920 und 940. Der Phenom II X4 920 mit 2,8 Gigahertz Arbeitstakt hat bei Abnahme von 1.000 Stück aktuell einen Preis von 235 US-Dollar, den 3,0 Gigahertz schnellen Phenom II X4 940 »Black Edition« gibt es für 275 US-Dollar. Die in Dresden produzierten CPUs sind für den Sockel AM2+ konfiguriert. Dafür bieten führende Mainboard-Hersteller wie Asus, Gigabyte oder MSI für ihre High-End-Boards bereits entsprechende BIOS-Updates an.

Seit wenigen Tagen ist auch die Yukon-Plattform neu im AMD-Programm. Sie basiert auf dem Athlon-Neo-Prozessor und der integrierten Grafik ATI Radeon X1250. Diese Chip-Kombination, die alternativ auch mit der diskreten Grafiklösung ATI Mobility Raden HD 3410 funktioniert, bildet die Grundlage für leistungsfähige und gleichzeitig preisgünstige ultraportable Notebooks. Der Vorteil der neuen AMD-Plattform soll sich in erster Linie beim Preis zeigen, der laut AMD gegenüber bisher angebotenen Ultraportables etwa bei der Hälfte liegen dürfte. Zum Einsatz kommen wird die Yukon-Plattform beispielsweise beim HP Pavilion dv2, das mit einem 12,1-Zoll-LED-Display ausgestattet ist und ab März zu Verkaufspreisen ab 500 Euro erhältlich sein soll.


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