Fokus auf mobile Datendienste

Verkauf der Freenet-Internetsparte geplant

21.02.2008 | Redakteur: Sarah Maier

Freenet-Chef Eckhard Spoerr will die DSL-Sparte verkaufen.

Nach langem Hin und Her hat sich Freenet-Vorstand Eckhard Spoerr doch für einen Verkauf der Internetsparte entschieden. Hintergrund ist die Markt-Konsolidierung im Bereich DSL und der starke Ex-Monopolist Deutsche Telekom. Außerdem will Spoerr sein Augenmerk künftig auf die mobilen Internet-Dienste legen.

Lange hatte sich Freenet-Vorstand gegen eine Spaltung seines erst im vergangenen Frühjahr fusionierten Unternehmens gewehrt. Nun hat er den Verkauf der Internetsparte beschlossen. Zum Ausbau der Geschäfte würde nicht zwingend der DSL-Bereich benötigt. Künftig sollen die mobilen Internetdienste, also Anwendungen auf dem Handy wie eMail oder Portale, mehr in den Mittelpunkt rücken.

Wie einer Unternehmenssprecherin verriet, laufen bereits die ersten Gespräche mit Interessenten. Wer das genau ist, darüber gab sie keine Auskunft. Wohl aber zu den Hintergründen der Entscheidung: »In Deutschland muss ein klarerer Wettbewerber zur Deutschen Telekom entstehen. Derzeit haben die alternativen Anbieter relative gleiche Marktanteile, weit abgeschlagen vom Ex-Monopolisten. Aber eine Konsolidierung ist im Gange und derjenige, der uns übernimmt kann seine Anteile signifikant steigern.« Im Klartext geht es um 1,3 Millionen Kunden, die sieben Prozent Marktanteil am DSL-Geschäft ausmachen.

Nachdem Verhandlungen mit Drillisch und United Internet im Dezember fehlgeschlagen sind, könnten als neue Interessenten beispielsweise Telefónica oder Arcor in Frage kommen. Die spanische Telefónica hat versucht über ihre Mobilfunktochter O2 in das deutsche DSL-Geschäft einzusteigen.

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