26.09.2007 | Redakteur: Regina Böckle
Für Fachhändler, die sich mit dem Verkauf von Software ein Zusatzgeschäft eröffnen möchten, hat Value-Added-Distributor Novastar ein ganzes Bündel von Angeboten in der Pipeline. Insbesondere im automatisierten Update-Geschäft schlummert für Reseller noch großes Potenzial.
Reseller können mit jedem Wartungsvertrag, der beim Endkunden ausläuft, postwendend Geld verdienen. Bei Software-Updates ist dazu fast nichts weiter nötig, als den Termin für die Verlängerung nicht zu verpassen. Dennoch geht vielen Fachhändlern dieses Geschäft häufig durch die Lappen. Software-Distributor Novastar arbeitet mit Nachdruck daran, diesen Zustand zu ändern und hat dazu zwei Maßnahmenpakete geschnürt.
Zum einen startete das Unternehmen Anfang September mit Microsoft eine Aktion, die dem bereits 2005 erfolgreich aufgelegten »Open-Value«-Lizenzprogramm zu einer noch breiteren Basis verhelfen soll. Interessant ist dieses Konzept für alle Reseller, bei deren Endkunden demnächst Software-Lizenzverträge auslaufen. »Wir zeigen Resellern ganz konkret, wie sie das Open-Value-Modell bei ihrem jeweiligen Endkunden etablieren können«, umreißt Novastar-Marketing-Chef Elmar Ortner das Programm. Der Value-Add-Distributor (VAD) hat ein eigenes Team aufgestellt, das sich ausschließlich diesem Thema widmet.
Open Value ist ein Mietkauf-Konzept, das Kunden die Verwaltung sämtlicher Microsoft-Lizenzen erleichtert, da sich alle in einem einzigen Vertrag auch länderübergreifend zusammenfassen lassen. Zudem erhalten Open-Value-Kunden Software-Updates der jeweiligen Produkte drei Jahre lang kostenlos im Rahmen der so genannten Software Assurance (SA) – neben weiteren Leistungen wie kostenlosen Support-Calls oder Trainingsgutscheinen. Zusätzlich zu dieser Update-Versicherung gibt es weitere »Software Assurance Services«, so beispielsweise das »Home-Use-Right« für Microsoft-Office-Lizenzen: Wer eine lizenzierte Version des Microsoft Office im Büro nutzt, kann dieses mit Open Value auch auf seinem Heim-PC installieren. Für Fachhandelspartner eröffnet sich hier die Chance, einerseits an den Update-Verträgen mitzuverdienen und gleichzeitig die Bindung zu ihrem Kunden zu stärken.
Dieses Ziel hat Novastar auch mit dem »Lexware Fulfillment Center« (FCC) im Auge, das vor etwa einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Reseller müssen hier lediglich die abgeschlossenen Lexware-Verträge bei Novastar registrieren. Der VAD informiert sie daraufhin automatisch und frühzeitig, wann ein Vertrag ausläuft und welches Update fällig ist. An jedem verlängerten Wartungsvertrag kann der Reseller im Durchschnitt rund 30 Euro verdienen. Wer den Termin verpasst, verliert diese Marge. Denn in diesem Fall beliefert Lexware den Endkunden.
»Vertrauen muss wachsen«, hatte Ortner zum Start des FCC-Programms gesagt. Er bezog sich damit auf die Scheu vieler Systemhäuser, Kundendaten an ihren Distributor weiterzugeben. Für Novastar jedoch war das Direktgeschäft in den 18 Jahren seines Bestehens nie ein Thema. »Weder wollen noch können wir das machen, auch nicht in Zukunft«, stellt Ortner klar. Die klare Linie überzeugte offenbar auch Skeptiker. Denn mittlerweile haben mehr als ein Drittel der Novastar-Partner ihre Endkundendaten registrieren lassen.
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