02.02.2007 | Redakteur: Sarah Maier

Die Verluste in der klassischen Telefonie zu stoppen ist unrealistisch, deshalb setzt die Telekom jetzt auf Breitband, Bundles und vor allem auf Kundenservice.
Kürzlich verkündete René Obermann als Chef der Deutschen Telekom die Senkung der Gewinnprognose für 2007 um 1,2 Milliarden Euro. »Eine weitere Korrektur wäre schädlich«, bekennt Obermann auf dem traditionellen Pressekolloquium des Unternehmens in Berlin. Um noch mehr Katastrophenmeldungen zu vermeiden, wendet sich die Telekom an ihre Basis, den Kunden. Obermann will »zusätzliches Geld in die Hand nehmen, um den Service zu verbessern« und die Marke »preiswürdiger und kundenfreundlicher aufzustellen«. Diese Aufgabe übernimmt Timotheus Höttges, Vorstand von T-Com. Begonnen wird bei den Call-Centern. »Wir müssen rund um die Uhr erreichbar sein, und der Kunde muss auch durchkommen«, so Höttges. Möglichst viele Kundenwünsche sollen gleich beim ersten Anruf erledigt werden. Mehr T-Punkte sollen weitere Ansprechpartner garantieren. Geplant ist, bis Jahresende 200 neue T-Punkte zu eröffnen. Froh ist die Telekom einerseits über das große Auftragsvolumen aus den Breitbandangeboten, andererseits birgt dies auch eine Kehrseite: die Techniker können Termine nicht einhalten. Abhilfe soll hier die Ausgliederung von 45 000 Kundendienst-Technikern und Call-Center-Mitarbeitern in eine eigene Gesellschaft namens T-Service schaffen. Das »T« wird künftig stärker für die gemeinsame Absendermarke stehen, mit der Intention, »alles aus einer Hand« zu bekommen.
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