03.03.2010 | Redakteur: Harry Jacob
Noch vor der Jahresmitte wird Microsoft seine Anwendungs-Suite Office 2010 auf den Markt bringen. Anlässlich der CeBIT gab es letzte Details, so zum Beispiel über die Webstrategie und die geplanten Verkaufspreise.
Wenn im Juni 2010 der Verkauf von Microsoft Office 2010 startet, haben die Kunden so viel Wahlfreiheit wie nie zuvor. Denn neben den Boxed-Versionen will Microsoft von Anfang an auch so genannte „Product Key Cards“ vertreiben. Der Kunde erwirbt also nur den Freischaltschlüssel, aber keine physikalischen Datenträger oder Handbücher mehr, sondern lädt sich das komplette Paket selbst aus dem Internet.
Desweiteren will der Redmonder Software-Riese auch so genannte „Office Web-Apps“ anbieten. Das sind in der Funktion eingeschränkte Anwendungen, die Kunden via Internet kostenlos nutzen können. Im Rahmen der Microsoft Live-Services lassen sich die damit erstellten Dokumente gegenseitig zur Verfügung stellen. Anwender sollen auch gleichzeitig an Dateien arbeiten dürfen – wie bei entsprechenden Angeboten von Google.
Und auch auf Smartphones unter Windows Mobile 7 soll der Anwender Office 2010 nutzen können, kündigte Microsoft an. Das allerdings kann noch ein wenig dauern, den wie auf dem Mobile World Congress in Barcelona im Februar angekündigt, sollen erste Geräte mit dem neuen Handy- und Smartphone-Betriebssystem frühestens im Verlauf der zweiten Jahreshälfte zur Verfügung stehen.
Das nächste Office-Paket von Microsoft wird es hierzulande in drei Versionen geben:
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| „Voll auf die Cloud“ setzt Microsoft am Hauptstand in Halle 4, A26, unter einer himmelblauen Deko. |
Die geplanten Web-Apps demonstrieren, dass es Microsoft ernst ist mit dem Wandel der Technologien. Der CeBIT-Auftritt stellt Cloud-Lösungen und vernetzte Welten in den Fokus. „Vernetzt“ hat dabei für Microsoft verschiedene Dimensionen: Kunden und Partner, Business- und Consumer-Anwender, Freizeit und Arbeitswelt – alles soll mit allem in Verbindung gesetzt werden können, je nach Bedarf des Anwenders.
Web-Apps sind in dieser Fall eher am unteren Ende der Angebote angesiedelt, am oberen Ende steht dagegen Azure, der Online-Dienst für Unternehmenskunden. Nur wenige Monate nach dem Start habe man bereits über 500 Kunden dafür gewinnen können, teilte Microsoft mit. Auf dem CeBIT-Stand demonstrieren Technologiepartner ihre Anwendungen mit Microsoft in der Cloud, darunter die Daimler AG mit dem Smart-Portal und die Deutsche Post, die gehostete CRM-Dienste auf Grundlage von Microsoft Dynamics CRM vertreibt.
CeBIT 2010, Halle 4, Stand A26.
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