Ulrich Hampe zum Azlan-Chef berufen, Business Units werden verstärkt

Tech Data bündelt Broadline- und Value-Vertrieb in der Hand von Marc Müller

11.03.2011 | Redakteur: Regina Böckle

Marc Müller (li.) ist Geschäftsführer Vertrieb der Tech-Data-Gruppe, Ulrich Hampe ist sein Nachfolger als Azlan-Chef.

Wieder Stühlerücken bei Tech Data? Keineswegs. Was der Distributor mit den jüngsten Maßnahmen erreichen will ist: jedem Vertriebspartner möglichst einen Ansprechpartner für alle sechs Business Units zuzuordnen, ihn dabei unit-übergeifend bei Detail-Fragen zu unterstützen und auch unit-übergreifende Projekte gebündelt abzuwickeln.

Die personellen Änderungen der Tech-Data-Organisation sind schnell genannt: Marc Müller, bislang Azlan-Chef, ist ab sofort für Geschäftsführer Vertrieb für Deutschland. Im Rahmen seiner neuen Aufgabe verantwortet er volumen- und spezialistenübergreifend die Bereiche General Sales, Marketing Operations und Marketing-Kommunikation.

Mit Neuzugang Bernd Becker wurde jetzt außerdem die bislang noch freie Stelle des Business-Unit-Leiters für den VA-Bereich Maverick besetzt.

Müllers bisherige Aufgaben wird Ulrich Hampe übernehmen, der ab Montag, den 14. März, den Chefsessel bei Azlan einnimmt. Vor seinem Wechsel zu Tech Data war Hampe zwölf Jahre bei Magirus in verschiedenen Führungspositionen tätig.

Simone Frömming bleibt unverändert Geschäftsführerin der Tech-Data-Broadline-Division und ist obendrein für den strategischen Auf- und Ausbau des Maverick-Bereichs (Audio/Video) verantwortlich. Zum Leiter der Maverick-Unit wurde dabei Neuzugang Bernd Becker berufen.

So sieht die neue Management-Struktur bei Tech Data aus.
So sieht die neue Management-Struktur bei Tech Data aus.

Mit diesen Maßnahmen will der Distributor die Value- und Broadline-Bereiche noch enger verzahnen. Für den Reseller bedeutet das ganz konkret: Er soll bei Tech Data künftig nur noch möglichst einen Hauptansprechpartner im Vertrieb erhalten, als zentrale Anlaufstelle für alle Themen, die unter der Tech-Data-Gruppe vereint sind (siehe nebenstehendes Organigramm, das sich per Doppelklick vergrößert).

Umgekehrt unterstützen Vertrieb und Focus-Sales-Mitarbeiter der einzelnen Bereiche diesen zentralen Ansprechpartner dabei, seinem Reseller weitere Geschäfts-Chancen in zusätzlichen Value- oder Broadline-Segmenten zu eröffnen, unterstützt durch die technischen Spezialisten der einzelnen Units.

Schnittstellen ausbauen

Die Überschneidung von Azlan- und Broadline-Kunden bei Tech Data beträgt laut Müller „schon heute 80 Prozent, Tendenz steigend.“

Aufgabe von Marc Müller ist es, die Zusammenarbeit dieser einzelnen Vertriebsbereiche zu koordinieren. „Diese Struktur ermöglicht uns eine Gesamtsicht auf den Partner, ohne die Spezialisierungen aufzugeben. Das ist ein Spagat, den die neue Organisation jetzt aber ermöglicht.“

Auch bei der Abwicklung von Projekten und der Logistik gibt es jetzt einen Schulterschluss aller Business-Units: Die Services der Broadline-Abteilung stehen ab sofort europaweit auch im Dienst aller Value-Abteilungen. Koordiniert werden sie von Michael Döll, Director Operations. Damit gibt Azlan auf Logistik-Seite ihre bisherige Eigenständigkeit auf. Allerdings werden die bestehenden Assemblierungs-Standorte, die Azlan unter anderem in der Nähe von Stuttgart unterhält, unverändert beibehalten, wie Müller betont. „Es geht eher darum, die Koordination der Läger, der Logistik und aller operationalen Services zentral zu bündeln, um die Vorteile der Broadline-Kompetenz beispielsweise bei der Verfügbarkeit zu nutzen.“

Das Ziel, jedem Kunden auch bei übergreifenden Projekten eine Rechnung zu stellen, ist aktuell noch nicht möglich. Die Bündelung der Abläufe, wie sie jetzt vor allem von Döll in Angriff genommen werden, soll aber auch diese zentrale Rechnungsstellung künftig ermöglichen.

Roux-Buisson: „Vorsprung ausbauen“

„Unser Ziel ist es, der „Best-in-Class-Distributor“ in der Region zu werden“, begründet Isabelle Roux-Buisson, Regional Managing Director für Deutschland und Österreich bei Tech Data, die jüngsten Maßnahmen. „In Deutschland haben wir einen Vorsprung als kombinierter Broadline- und Value-Spezialist, diesen Vorsprung wollen wir weiter ausbauen.“ Mehr Volumen mit Blick auf die Hersteller und mehr Marktanteile bei den Vertriebspartnern in allen Value- und Broadline-Bereichen sei das Ziel, die Aufstockung des Managements ein Schritt auf diesem Weg.

Wie die Verantwortungsbereiche der Manager jetzt im Detail aussehen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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