Das sind die Top-Skills im Projektgeschäft

C++, SAP und Java stehen hoch im Kurs

12.05.2010 | Redakteur: Stefan Riedl

Michael Moser ist Geschäftsführer bei Deutschlands größter IT-Projektbörse Gulp.

SAP-Profis kommen auf Stundensätze von durchschnittlich 83 Euro. Spezial-Wissen wird speziell entlohnt, und es geht aufwärts. Gulp-Chef Michael Moser sprach mit IT-BUSINESS über das IT-Projektgeschäft.

ITB: Wie hat sich der IT-Projektmarkt in den vergangenen Monaten der Wirtschaftskrise geschlagen?

Moser: Aus unserem Datenmaterial lässt sich die Wirtschaftskrise recht gut herauslesen. Ausgehend von etwa 40.000 Projektanfragen im dritten Quartal 2008, folgten drei rückläufige Quartale. Den Tiefpunkt mit weniger als 21.000 Anfragen können wir im zweiten Quartal 2009 verzeichnen.

Die Projektanfragen hatten zur Wirtschaftskrise eine Delle. Seit drei Quartalen erholt sich der Projektmarkt aber wieder.
Die Projektanfragen hatten zur Wirtschaftskrise eine Delle. Seit drei Quartalen erholt sich der Projektmarkt aber wieder.

Seit September/Oktober 2009 geht es aber schon wieder deutlich aufwärts. Seither gab es drei Quartale mit solidem Anstieg bei den gemeldeten IT-Projekten, sodass wir im ersten Quartal 2010 wieder auf rund 31.000 Projektanfragen kommen. Wie nachhaltig dieser Aufschwung ist, darüber lässt sich streiten. Aber allein die Tatsache, dass die Anzahl der Projekte in den letzten drei Quartalen kontinuierlich angestiegen ist, sorgt für gute Stimmung bei Gulp und unter den IT-Freiberuflern.

ITB: Wie sieht denn ein typisches IT-Projekt aus Ihrer Datenbank aus?

Moser: Das lässt sich schwer über einen Kamm scheren, weil Gulp einen Marktplatz für inhaltlich stark variierende Projekte bietet, beispielsweise vom kleinen Systemhaus, das einmal im Jahr einen IT-Experten zur Unterstützung benötigt, bis hin zu großen IT-Projekten in einem DAX-30-Konzern.

ITB: Wie hoch ist die durchschnittliche Projektlaufzeit?

Moser: Gegenwärtig beträgt die durchschnittliche Laufzeit 6,8 Monate.

ITB: In der Gulp-Projektbörse können sowohl Freiberufler als auch festangestellte Mitarbeiter eines Systemhauses ihr Know-how im Projektgeschäft anbieten. Was kostet dieser Service?

Moser: Freiberufler dürfen ihr Profil grundsätzlich kostenfrei einstellen und pflegen. Nur eine optionale Membership mit Zusatzleistungen, wie beispielsweise Vergünstigungen beim Abschluss einer IT-Haftpflichtversicherung, würde etwas kosten. Wenn hingegen Systemhäuser festangestellte Mitarbeiter eintragen, ist das kostenpflichtig. Neben einer Jahresgrundgebühr in einer Höhe ab 175 Euro kostet das dann zwei Euro pro Tag und Mitarbeiterprofil, das online steht.

ITB: Wie hoch würden Sie den Anteil an Freiberuflern in IT-Projekten schätzen?

Moser: Nach einer Umfrage unter den IT-Profis, die ein Profil bei uns angelegt haben, sind etwa 25 Prozent der Projektmitarbeiter freiberuflich tätig.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welches Projekt-Know-how am stärksten nachgefragt wird.


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