09.03.2011 | Redakteur: Sylvia Lösel
Das Google-Betriebssystem Android ist auf dem Vormarsch. Im vierten Quartal 2010 konnte es sich an die Spitze setzen. Insgesamt boomt der Smartphone-Markt und es gibt einige Gewinner, aber eben auch Verlierer. Dazu gehört einmal mehr Nokia, deren Marktanteile wieder sank.
Der Mobilfunkmarkt in Westeuropa wuchs im Quartalsvergleich (4Q09 zu 4Q10) um 3,2 Prozent auf 58,7 Millionen Geräte. In diesen Zahlen sind sowohl Smartphones als auch „normale“ Handys enthalten. Betrachtet man allein die Smartphones, fällt das Wachstum noch drastischer aus. Im Smartphone-Segment wurden 99,4 Prozent mehr Geräte verkauft als noch im vierten Quartal 2009. Dies entspricht 25,6 Millionen Geräten im vierten Quartal 2010.
Als absoluter Gewinner bei den Betriebssystemen steht Android an der Spitze. Im Jahresvergleich wuchs die Android-Basis um 1.580 Prozent auf 7,9 Millionen Smartphones. Das bescherte auch den Geräte-Herstellern wie HTC, Samsung oder Sony Ericsson Aufwind.
Das Apple-Betriebssystem iOS konnte ebenfalls zulegen und zwar um 66 Prozent. Aber auch beim erst spät im Jahr eingeführten Windows Phone 7 gibt es einen merklichen Aufwärtstrend. Das Microsoft-OS wuchs um 18 Prozent im Jahresvergleich.
„Das letzte Quartal 2010 zeigt deutlich den Trend für die kommenden Jahre in Westeurpa. Der Mobilfunkmarkt wird von Smartphones dominiert werden und Android wird an der Spitze stehen“, sagt Francisco Jeronimo von IDC.
Der Abwärtstrend bei Nokia hält an. Statt 39 Prozent Marktanteil im letzten Quartal 2009, können die Finnen Ende 2010 nur noch 33 Prozent verbuchen. Mit dem neuen Partner Microsoft wird es aller Voraussicht nach noch eine Weile dauern, bis entsprechende Windows-Phone-7-Geräte auf den Markt kommen, und eventuell eine Aufholjagd beginnen kann.
Samsung schlug sich vor allem auf dem Smartphone-Markt mit seinem Galaxy S sehr gut, verlor aber deutlich bei den Handys. Apple konnte sich mit dem iPhone4 im Markt behaupten, während Sony Ericsson Anteile verlor, trotz guter Verkäufe seiner Android-Geräte.
Anders sieht es bei Blackberry-Hersteller RIM aus. Das Unternehmen konnte im Vergleich zum letzten Quartal 2009 um 67 Prozent wachsen und lieferte 3,8 Millionen Geräte aus. In Großbritannien schaffte es RIM sogar zum Marktführer im vierten Quartal 2010.
1. Nokia: 33 Prozent
2. Samsung: 27 Prozent
3. Apple: 9 Prozent
4. Sony Ericsson: 7 Prozent
5. Research in Motion: 7 Prozent
Andere: 17 Prozent
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