07.03.2008 | Redakteur: Regina Böckle
Mehr als 30.000 gebrauchte Software-Lizenzen gingen bei Großhändler U-S-C im vergangenen Jahr über die Ladentheke, sowohl als Einzelplatzlizenzen, als auch in Form von Volumenverträgen. Das ließ den Umsatz von fünf Millionen im Vorjahr auf zehn Millionen Euro klettern. Zudem hat Microsoft das Unternehmen jetzt offiziell als Lizenzgutachter (SAM Solution Partner) zertifiziert.
Die Skepsis von Software-Herstellern gegenüber Gebrauchthändlern ist generell groß, Microsoft ist da keine Ausnahme, im Gegenteil. Die Redmonder strengten in den vergangenen Jahren zahlreiche Gerichtsverfahren gegen Großhändler an.
Umso größer war die Freude bei Software-Händler U-S-C, als Microsoft das Unternehmen als offiziellen Lizenzgutachter Software Asset Management Partner (SAM) zertifizierte. Denn dass ausgerechnet ein Software-Gebrauchthändler eine solche Gutachterfunktion durchführen darf, überraschte doch einige in der Branche. Insgesamt sind hierzulande rund 40 Dienstleister SAM-zertifiziert.
»Wir haben von Anfang an immer die Kooperation mit den Herstellern gesucht. Wir gewährleisten somit nachweislich absolute Rechts- und Investitionssicherheit beim Kauf gebrauchter Software für unsere Kunden. Zudem unterstützt Microsoft die Vorgehensweise der U-S-C im Gebrauchthandel«, erklärt U-S-C-Geschäftsführer Walter Lang.
SAM (Software Asset Management) ist ein von Microsoft definierter Prozess, nach dem der Software Bestand eines Unternehmens analysiert, bewertet und gegenüberstellt wird. Am Ende der Lizenzprüfung wird festgestellt, wie Prozesse verbessert werden können und ob der Kunde über- oder unterlizenziert ist. Zudem kann auf Kundenwunsch ein Lizenz-Zertifikat bei Microsoft beantragt werden, das dem Unternehmen die richtige Lizenzierung schriftlich bestätigt.
»Die von uns weiterentwickelte U-S-C SAM Methode bietet für den Kunden einen entscheidenden Vorteil: Wir kaufen überzählige Lizenzen zurück, wodurch meistens das ganze SAM-Projekt schon finanziert werden kann. Sollten Lizenzen fehlen, zeigen wir dem Kunden den besten Weg, über gebrauchte oder neue Lizenzen die Lücken kostengünstig aufzufüllen«, führt Peter Reiner, ebenfalls Geschäftsführer bei U-S-C, hinzu. Bei zahlreichen Projekten könnten Kunden auf diese Weise bis zu 50 Prozent Kosten sparen.
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