12.07.2010 | Redakteur: Katrin Hofmann
Die PC-Verkäufe europäischer Distributoren entwickelten sich im zweiten Quartal aufwärts. Das geht aus den Zahlen des Marktforschungs-Unternehmens Context hervor. Deutschland ist Europameister und Tablet-PCs wurden rund 250 Prozent mehr abgesetzt als im Vorjahr.
IT-Distributoren in Europa, die Business- und Konsumer-PCs verkaufen, haben gut lachen: Ihre Kunden kauften im 2. Quartal mehr Rechner. Dass gleichzeitig der Umsatz wuchs, sei durch den Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises ausgelöst worden, erklären die Analysten von Context die positive Entwicklung.
Die Stückzahl-Verkäufe für Desktops, Notebooks und Server in den 14 untersuchten Ländern wuchsen um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit ist das Plus zwar geringer als im ersten Quartal, jedoch im Jahresvergleich doppelt so hoch. „Das ist ein positives Zeichen für den Rest des Jahres 2010“, kommentiert Context Senior PC Analystin Marie-Christine Pygott.
Das Umsatzplus von knapp zwölf Prozent sei zum Teil auf den wachsenden Durchschnittspreis zurückzuführen. Dieser stieg auf 457,37 Euro im zweiten Quartal, nachdem er im ersten noch bei 443,84 Euro lag. Besonders wachsende Verkaufszahlen teurer gewordener All-in-on-Rechner für Consumer trugen laut Context zum steigenden Erlös bei. Aber auch der höhere Absatz von Business-Notebooks sei der Entwicklung dienlich gewesen.
Desktop-Computer und Notebooks verzeichneten 9,1 Prozent und 9,4 Prozent Wachstumsrate. Der Tablet-PC-Absatz stieg um 257 Prozent, „ausgelöst durch den Apple iPad-Launch im Mai“, so Context. Die Verkaufszahlen von Netbooks wuchsen um 14,1 Prozent, allerdings mit dem Trend hin zu Wachstumsrückgang aufgrund beginnender Marktsättigung.
Im Ländervergleich führt Deutschland mit einem Absatz-Anstieg von 36,8 Prozent die Wachstums-Rangliste an. Schlusslicht wurde Dänemark mit einem Rückgang von 20 Prozent. Andere Länder verzeichnen Wachstumsraten von 15,6 Prozent (Italien und Großbritannien), 8,1 Prozent (Frankreich) und 0,2 Prozent (Spanien).
„Die Zeichen für 2010 stehen gut,“ fügt Marie-Christine Pygott hinzu. „Die Absatzzahlen sollten sich durch das Ende der Sommerferien, die starke KMU-Branche und das Nutzen von Windows 7 im Geschäftsbereich weiterhin positiv entwickeln“, ergänzt sie.
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