Knapp zehn Millionen Stück im Jahr 2010

Bitkom sagt Notebooks und Netbooks Verkaufsrekord vorher

28.01.2010 | Redakteur: Katrin Hofmann

Steigende Auswahl, purzelnde Preise, der Wunsch nach mobiler Internetnutzung: Das dürften die wichtigsten Absatztreiber sein.

Der Absatz mobiler PCs wird im Jahr 2010 in Deutschland einen neuen Höchstwert erreichen, berichtet der Bitkom. Allerdings kann der Umsatz damit nicht mithalten, denn die Verkaufspreise fallen weiter. Stationäre Rechner verlieren sowohl nach Absatz als auch nach Umsatz an Boden.

Die Verkaufszahlen von Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs hierzulande sollen 2010 um elf Prozent auf 9,7 Millionen Stück steigen. Tritt diese Schätzung des Bitkom ein, die sich nach eigener Aussage auf aktuelle Erhebungen stützt, entspräche das einem Anstieg von einer Million Geräten im Jahresvergleich. Gut ein Drittel davon sollen Netbooks sein (3,5 Millionen Stück).

Allerdings soll der Umsatz mit den mobilen Rechnern lediglich um zwei Prozent auf 4,9 Milliarden Euro anziehen: aufgrund nach wie vor sinkender Preise. Der Durchschnittpreis könnte um acht Prozent auf 506 Euro absacken.

Neben niedrigeren Preispunkten ist auch die zunehmende mobile Nutzung des Webs eine Ursache für die wachsende Beliebtheit mobiler Geräte. „Das mobile Internet ist einer der Trends des Jahres. Die Nutzer wollen am liebsten überall ins Web – und das möglichst einfach, schnell und preiswert“, erläutert Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Daneben soll die Grenze zwischen Notebook und Smartphone zunehmend verschwimmen. Auch etablierten sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen – die E-Book-Reader – sowie Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Auswahl werde somit für die Konsumenten größer.

Absatz und Umsatz stationärer PCs sinkt

Im Gegensatz zum Boom bei den tragbaren Computern könnte der Absatz mit stationären PCs um 1,8 Prozent auf 4,3 Millionen Stück zurückgehen; ebenso der Umsatz, der um 9,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro schrumpfen soll. Für den Durchschnittspreis von Desktop-Geräten erwartet der Bitkom einen Wert von 414 Euro, nach 447 Euro im vergangenen Jahr.


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