05.09.2008 | Redakteur: Katrin Hofmann
Die Unzufriedenheit mit dem Wertbeitrag ihrer IT zum Unternehmenserfolg steigt mit zunehmender Outsourcing-Quote, lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie. Dabei würde es oftmals ausreichen, wenn die Fachabteilungen stärker in die Entscheidungsprozesse einbezogen würden.
Für IT-Dienstleistungen geben deutsche Betriebe der Studie »Der Wertbeitrag der IT zum Unternehmenserfolg« zufolge durchschnittlich rund ein Drittel ihres IT-Budgets aus. Allerdings bringe Outsourcing nur selten besseren Service, niedrigere Kosten und damit eine insgesamt höhere IT-Qualität. Dem Marktforscher TNS Emnid und der Wirtschaftsprüfungs- und -Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) zufolge, die die Umfrage durchgeführt haben, legten die Ergebnisse vielmehr den gegenteiligen Schluss nahe: So entfielen bei Befragten, die mit ihrer IT »sehr zufrieden« sind, nur 26 Prozent des IT-Aufwands auf Dienstleister. Die insgesamt eher Unzufriedenen vergeben dagegen 40 Prozent der Gelder an externe Anbieter.
»Die wachsende Unzufriedenheit bei steigenden Outsourcing-Quoten lässt sich häufig durch den Know-how-Verlust im Unternehmen erklären«, kommentiert Martin Murnleitner, IT-Controlling-Experte bei PwC. Zudem seien es vor allem die Firmen, die Schwierigkeiten mit ihrer IT haben, die sich besonders häufig für Outsourcing entscheiden.
Als wesentlich für eine erfolgreiche IT betrachteten die 650 Befragten unter anderem die Einbindung der Fachbereiche, vor allem bei Projekten mit starkem Fokus auf Geschäftsprozesse. Bei 90 Prozent der eher unzufriedenen Firmen lag die Verantwortung für die IT-Investitionen nicht bei den Fachabteilungen, sondern bei Geschäftsführern oder der IT-Abteilung. Bei den zufriedenen Unternehmen waren hingegen öfter die Fachabteilungen federführend an der Planung und Umsetzung von IT-Projekten beteiligt.
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