21.10.11 | Redakteur: Katrin Hofmann
Sowohl die aktuelle Geschäftslage deutscher Unternehmen als auch ihre Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung haben sich im Oktober eingetrübt. Betroffen davon sind sowohl das verarbeitende Gewerbe, die Baubranche als auch der Handel.
Zwar schlage sich die deutsche Wirtschaft angesichts der internationalen Turbulenzen durchaus gut, resümiert Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo Instituts. Allerdings hat sich der Ifo Geschäftsklimaindex, der Lage und Erwartungen widerspiegelt, im Oktober weiter abgekühlt.
Die Geschäftslage der Unternehmen ist nicht mehr so gut wie in den vergangenen Monaten. Auch bezüglich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr sind die Betriebe demnach skeptischer als bislang.
Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Geschäftslage ein wenig eingetrübt, wird aber noch immer als gut bezeichnet. Bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung sind die Firmen skeptisch, doch etwas weniger als im Vormonat. Die Export-Erwartungen der Unternehmen haben sich sogar etwas verbessert. Obwohl die Auslastung der Geräte und Maschinen merklich geringer ist als im Sommer, setzt sich der Aufwärtstrend beim geplanten Personalbestand fort.
Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex leicht gesunken. Die momentane Geschäftslage ist in diesem Bereich etwas weniger gut als im vergangenen Monat. In den Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr zeigt sich weiterhin Vorsicht.
Das Geschäftsklima im Großhandel hat sich der Erhebung zufolge „deutlich“ abgekühlt. Die Geschäftslage wird zwar vorwiegend als gut bezeichnet, aber nicht mehr ganz so positiv wie im September. Die Erwartungen haben sich verschlechtert.
Auch im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima abermals eingetrübt, doch ist die Lagebeurteilung nach wie vor sehr gut. Nur die Erwartungen deuten dem Ifo Institut zufolge auf eine klare Abkühlung hin.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 29889730)