14.01.2010 | Redakteur: Katrin Hofmann

Die wichtigsten ITK-Trends dieses Jahr sind Cloud Computing und die Virtualisierung, lautet das Ergebnis einer Umfrage des Bitkom. Auch weitere innovative Technolgien eröffnen Anbietern Umsatzpotenzial.
Knapp die Hälfte der vom Bitkom befragten 165 Verbandsmitglieder sind der Meinung, dass Cloud Computing dieses Jahr eines der Top-Themen ist. 44 Prozent – Mehrfach-Nennungen waren möglich – nannten die Virtualisierung. Doch auch weitere Trends werden aus Sicht der Befragten das neue Jahr prägen: Dazu zählen mit immerhin ebenfalls je 42 Prozent der Nennungen das mobile Internet und IT-Security. Daneben sind demzufolge auch E-Energy und Enterprise 2.0 primär.
Gerade in der konjunkturell angespannten Situation nutzten IT-Anwender gerne Technologien, die ihre Firmen schlanker und effizienter machen. „Cloud Computing ist kostengünstiger, weil Unternehmen nicht sämtliche IT-Ressourcen vorhalten müssen, sondern je nach Bedarf online darauf zugreifen können“, erläutert Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Dies verschaffe Flexibilität.
Besonders beim Cloud Computing oder dem Outsourcing betrieblicher Prozesse ist auch Datenschutz und Sicherheit primär. Weil sowohl die Auslagerung von IT als auch die Virtualisierung nach wie vor auf dem Vormarsch sind, bleibe die Security ein Umsatztreiber. Gleiches gilt für die Sicherheit mobiler Geräte durch Verschlüsselung und Passwörter. „Der Datenschutz ist zu einem gesellschaftlichen Top-Thema geworden“, sagte Scheer. Nicht zu vernachlässigen sei nach wie vor das Problem der immer professioneller werdenden Computerkriminalität und Wirtschaftsspionage.
Dass das mobile Internet mittlerweile zum Massenphänomen geworden ist, sei unter anderem der steigenden Smartphone-Verbreitung und sinkenden Datentarifen geschuldet. Nach Bitkom-Prognose werden im laufenden Jahr in Deutschland 5,6 Millionen Smartphones verkauft. Das entspricht einem Fünftel des Handy-Gesamtmarktes. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten steigt voraussichtlich um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.
Elf Prozent der Umfrageteilnehmer nannten zudem E-Energy und Smart Grids als Trends, um die Energieversorgung besser kontrollieren und optimieren zu können.
Für ein Fünftel der Befragten sind die Themen Enterprise 2.0 und Social Media besonders wichtig. Denn diese spielten auch in Firmen und öffentlichen Verwaltungen eine immer größere Rolle, ist der Bitkom überzeugt.
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