Gartner-Prognose bleibt reserviert

Verkäufe von mobilen Rechnern retten weltweiten PC-Absatz

24.11.2009 | Redakteur: Ira Zahorsky

Netbooks werden immer beliebter und verkaufen sich gut.

Obwohl Gartner zufolge die PC-Absatzzahlen nun doch leicht zulegen werden, sinken die Umsätze durch Preiskämpfe der Anbieter und preisbewusste Käufer. 2010 soll alles besser werden.

Nach einem unerwartet guten drittel Quartal fällt die Prognose der Gartner-Experten für den weltweiten PC-Markt nun etwas besser aus als die bereits Ende September nach oben korrigierte Aussicht (IT-BUSINESS berichtete). Sahen die Marktforscher im September noch einen Rückgang der verkauften Stückzahlen um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, erwarten sie nun einen Absatz von insgesamt 298,9 Millionen Rechnern, was einer Steigerung von 2,8 Prozent gegenüber 2008 entspräche. Für das kommende Jahr prognostiziert Gartner 336,6 Millionen verkaufte Rechner, 12,6 Prozent mehr als 2009.

Mobile Rechner weiter auf dem Vormarsch

Die Absatzzahlen mobiler Rechner werden laut Gartner mit rund 162 Millionen Stück etwas mehr als die Hälfte aller verkauften PCs ausmachen. Dazu werden die Netbooks mit 29 Millionen Verkäufen beitragen. Für das kommende Jahr erwarten die Marktforscher 196,4 Millionen verkaufte mobile Rechner, davon 41 Millionen Netbooks. Der Verkauf von Desktop-PCs wird nur noch geringfügig von 136,9 auf 140,2 Millionen Stück steigen.

Windows 7 hat kaum Einfluss

Für das vierte Quartal 2009 erwartet George Shiffler, Research Director bei Gartner, nur einen leichten Absatz-Anstieg. „Doch weil die Verkäufe im vierten Quartal 2008 so schlecht waren, wird der Absatz im vierten Quartal 2009 prozentual gesehen hoch ausfallen“, so Shiffler. „Dies könnte Verkäufern und Marktbeobachtern suggerieren, dass sich der Markt schneller erholt, als er es wirklich tut.“ Die Marktforscher wiederholten ihre Aussage von der September-Prognose, dass Windows 7 keinen signifikanten Einfluss auf die PC-Verkaufszahlen haben wird. Vor allem bei Unternehmensrechnern erwartet Gartner erst dann den Umstieg auf Windows 7, wenn die PCs ausgetauscht werden, nämlich gegen Ende des Jahres 2010.

Verkaufspreise sinken

Der Umsatz durch die ausgelieferten PCs wird im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 10,7 Prozent auf 217 Milliarden US-Dollar sinken. „Der diesjährige Rückgang im Marktwert liegt an den stark sinkenden durchschnittlichen Verkaufspreisen für PCs“, erläutert George Shiffler. „Wir erwarten, dass der Preisverfall sich verlangsamen wird, wenn sich der Markt erholt, aber aufgrund des intensiven Wettbewerbs werden die durchschnittlichen Preise nicht so bald wieder steigen. Deshalb wird das Wachstum des Marktwertes der verkauften PCs dem Wachstum bei den Stückzahlen im nächsten Jahr und darüber hinaus hinterherhinken.“ Für 2010 prognostizieren die Experten immerhin eine Steigerung um 2,6 Prozent auf 222,9 Milliarden US-Dollar.


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