Marktforscher verbessert Prognose für weltweiten Rechner-Absatz

Gartner korrigiert Erwartung für PC-Verkaufszahlen nach oben

24.09.2009 | Redakteur: Katrin Hofmann

Mini-Notebooks treiben die Verkaufszahlen in die Höhe.

Der neuesten Prognose Gartners zufolge könnte für die PC-Anbieter das Schlimmste bald vorbei sein. Der Marktforscher hat seine Erwartung an die Verkaufszahlen nach oben korrigiert. Der Marktstart von Windows 7 soll allerdings vorerst keinen signifikanten Einfluss haben.

In diesem Jahr werden voraussichtlich 285 Millionen PCs weltweit verkauft, schätzen die Marktforscher von Gartner. Bewahrheitet sich diese Prognose, entspräche das einem Rückgang der Stückzahlen (Absatz) von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verlust würde damit jedoch niedriger ausfallen, als die Analysten noch im Juni dieses Jahres geglaubt hatten. Zu diesem Zeitpunkt waren sie von einem Minus von sechs Prozent ausgegangen.

„Die Nachfrage nach PCs ist sehr viel stärker, als wir im Juni erwartet hatten, insbesondere in den USA und in China“, sagt George Shiffler, Research Director bei Gartner. „Besonders die Verkäufe mobiler Computer legen wieder stark zu, gerade in den Schwellenländern, und der Rückgang bei Desktop-PCs verlangsamt sich. Wir gehen davon aus, dass die Verkäufe im vierten Quartal dieses Jahres wieder ansteigen werden im Vergleich zum Vorjahresquartal.“

„PC-Hersteller überschätzen den Windows 7-Effekt“

Dieser mögliche Zuwachs bis zum Ende des Jahres werde die Verluste der vorhergehenden Quartale allerdings nicht ausgleichen können. Im ersten Halbjahr 2009 sanken die Stückzahlen um 4,4 Prozent. Um das wettzumachen, müsste das zweite Halbjahr rund vier Prozent besser ausfallen als die Verkäufe im Vorjahreszeitraum, was eher unwahrscheinlich sei.

Selbst durch den Marktstart von Windows 7 erwarten die Marktforscher keinen signifikanten positiven Einfluss. Vielmehr könne „bestenfalls“ die Nachfrage durch Privatkunden und Kleinunternehmen leicht ansteigen. Enterprise-Unternehmenskunden, Behörden und Bildungseinrichtungen würden dagegen kaum vor Ende 2010 das Betriebssystem signifikant intensiver nachfragen. Die Analysten befürchten vielmehr, dass die PC-Anbieter die Anfangseuphorie nach PCs mit Windows 7 überschätzen.

Triebfeder Netbooks

Vielmehr ist die große Beliebtheit der Netbooks offenbar für den wachsenden Optimisums verantwortlich. Gartner verbessert für dieses Segment seine Vorhersage für die Verkaufszahlen nach oben: Weltweit sollen nach der aktuellen Prognose 25 Millionen Stück verkauft werden, statt der ursprünglich im Mai verkündeten 21 Millionen. Bis 2010 soll der Absatz auf 37 Millionen Stück anwachsen. Gleichzeitig verweisen die Analysten auf den anhaltenden großen Preisdruck, so dass die Umsätze kaum oder gar nicht steigen sollen.


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