15.09.2009 | Redakteur: Heidi Schuster
Der Speicherbedarf steigt stetig an, und dennoch hat die Wirtschaftsflaute nun auch den Storage-Markt erreicht. Die weltweiten Investitionen in Storage gehen 2009 laut IDC um 2,2 Milliarden zurück. Trotzdem bieten sich für Reseller weiterhin Chancen im Markt, die ergriffen werden sollten.
Eine klare Aussage über die derzeitige Lage im Storage-Markt treffen die Marktzahlen von IDC. Im ersten Quartal 2009 lagen demnach die Ausgaben für Festplattenspeichersysteme weltweit bei 3,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um 18,2 Prozent.
Bereits im vierten Quartal 2008 war der Einbruch im Disc-Storage-Markt zu bemerken. Im Jahresvergleich belief sich der Rückgang auf ein halbes Prozent.
Die meisten Festplatten-Speichersysteme verkaufte im ersten Quartal 2009 Hewlett-Packard (HP). Der Gesamtumsatz im ersten Quartal liegt hier bei rund 682 Millionen Euro, was einen Rückgang des Umsatzes um 25,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auf dem zweiten Rang konnte sich EMC mit 609 Millionen Euro Umsatz platzieren, gefolgt von IBM mit 567 Millionen Euro. Dell setzte 461 Millionen Euro um, Hitachi 287 Millionen Euro und NetApp macht den sechsten Platz mit 261 Millionen Euro Umsatz.
Während die Gesamtausgaben bei Speichermedien 2008 noch bei 22,3 Milliarden Euro lagen, sollen laut den Marktforschern von IDC die Investitionen 2009 auf 20,1 Milliarden Euro zurückgehen.
Das ist auf den ersten Blick ein Widerspruch. Immerhin hat IDC im Rahmen einer von EMC in Auftrag gegebenen Studie noch im Frühjahr 2009 bekannt gegeben, dass sich das Datenvolumen bis 2012 alle eineinhalb Jahre verdoppeln wird. Wo werden also die ganzen Daten gespeichert, wenn die Investitionen in Speichermedien derartig sinken?
Thomas Meyer, Vice President EMEA Systems and Infrastructure Solutions bei IDC, erklärt, dass die Umsätze zwar zurückgegangen seien, die angeforderten Kapazitäten in den vergangenen Monaten jedoch gewachsen sind. Im ersten Quartal gaben die Umsätze europaweit um rund 23 Prozent nach, die eingekauften Speicherkapazitäten stiegen im selben Zeitraum aber um 6,4 Prozent. Eine Erklärung für dieses Phänomen bilden also die anhaltenden Preisrückgänge in verschiedenen Segmenten des Storage-Marktes.
Erholung für den Speichermarkt soll es zwar 2010 bereits geben, wirklich entspannen wird sich der Storage-Markt allerdings erst in den darauffolgenden Jahren. So sollen erst 2013 die Investitionsvolumen von 2008 wieder übertroffen werden.
Wo der Fachhandel noch Marge regenerieren kann, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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