14.04.2009 | Redakteur: Sarah Maier

Die Kommunikation wird immer komplexer, vor allem wenn der Informationsfluss über Ländergrenzen hinweg verläuft. Als Arbeitserleichterung wird Unified Communications (UC) und Collaboration empfohlen. Studien zeigen allerdings, dass kleinere und mittlere Unternehmen mit den Begriffen überfordert sind.
Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland nutzen durchschnittlich fünf Endgeräte und vier verschiedene Software-Anwendungen als Kommunikationsweg. Das belegt eine von Cisco in Auftrag gegebene Studie vom Dezember 2008. Dabei sehen die 312 Befragten hohes Potenzial in neuen Kommunikationstechnologien. Der Begriff »Unified Communications« ist für 80 Prozent der Studienteilnehmer jedoch ein Fremdwort, von dem viele nur eine vage Vorstellung haben.
Die Potenziale des UC-Konzepts schätzt die Mehrheit trotzdem sehr hoch ein. Die Bündelung der Kommunikations- und Informationskanäle vereinfache den Alltag und stärke das eigene Unternehmen gegenüber dem Wettbewerb, so die Hoffnung. Der größte Vorteil liege in der Verbesserung der Teamarbeit, gefolgt von der leichteren Erreichbarkeit von Lieferanten und Kunden. All das führt nach Ansicht der Befragten wiederum zu einer schnelleren Reaktionszeit sowie Kosteneinsparung. Trotz der positiven Bewertung hegen 72,1 Prozent der befragten Unternehmen Sicherheitsbedenken. Zudem nennen 70,4 Prozent die Anschaffungskosten als Hürde. Eine weitere Barriere ist für 56,1 Prozent der Studienteilnehmer die mangelnde Kenntnis eines geeigneten UC-Anbieters.
Als Kommunikationsmittel werden an erster Stelle das Festnetztelefon und eMail genannt, gefolgt von Mobiltelefon und Fax. Hier ist bei der Nutzung der Unterschied zwischen den Firmengrößen noch nicht sehr ausgeprägt. Wird nach Instant Massaging (IM) gefragt, so findet dies in 30,8 Prozent der Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern Verwendung. Dieser Wert halbiert sich, werden kleine Unternehmen mit bis zu 50 Angestellten befragt. Bei Anwendungen von eMail, Sprach- und Faxnachrichten über eine Benutzeroberfläche auf dem PC haben Firmen mit 50 bis 250 Mitarbeitern die Nase vorn. Hier gaben 35,7 Prozent an, ein solches System zu nutzen. Bei den Kleinunternehmen waren es 17,5 Prozent und bei denen mit mehr als 250 Mitarbeitern 15,4 Prozent. Letztere wenden wiederum eher webbasierte Konferenzlösungen an.
Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber, was die Erwartungen an gute Team-Arbeit sind.

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