Wachsende Umsätze sind auch im Jahr 2009 machbar

Komplexität spielt der IT-Branche in die Hände

06.03.2009 | Redakteur: Stefan Riedl

Komplexität hat auch ihre schönen Seiten. In der IT sichert Komplexität die Aufträge von professionellen, gut geschulten Anbietern.

Jammern in der IT-Branche? Warum das denn, fragen sich kopfschüttelnd die Spezialisten. Die steigende Komplexität der eingesetzten Hardware- und Software-Systeme macht sie unverzichtbar.

Dr. Udo Hamm, Vorstandsvorsitzender beim Systemhaus Profi Engineering, spricht aus, was viele trotz des »Krisengeredes« denken: »Mit dem wirkungsvollen Einsatz unseres Know-hows sowie der passenden Hard- und Software sparen Unternehmen langfristig Kosten. In Deutschland werden wir außerdem von Konjunkturpaketen in öffentlichen Bereichen profitieren, und spätestens 2010 geht es wieder nach oben. Das bedeutet für uns jetzt, dass wir unsere Partner und Kunden noch intensiver beraten und nach höchst maßgeschneiderten Lösungen suchen«, erläutert Hamm seine Strategie wider den Abschwung.

Maßgeschneiderte Lösungen – das ist das Schlagwort schlechthin. In der Unternehmens-Software werden Out-of-the-Box-Lösungen, die der Admin vor Ort selbst installieren kann, immer seltener. Was früher vor allem in Großunternehmen zu finden war, wird auch im Mittelstand nach und nach zur Selbstverständlichkeit: Einzelne Insellösungen wandern in ein Komplettsystem, für dessen Installation und Wartung IT-Profis gebraucht werden.

Dieser Beitrag stammt aus der Mutmacher-Ausgabe von IT-BUSINESS (5/2009 vom 2.3.2009, zur CeBIT 2009).
Dieser Beitrag stammt aus der Mutmacher-Ausgabe von IT-BUSINESS (5/2009 vom 2.3.2009, zur CeBIT 2009).

Auch in schwierigen Zeiten lässt sich hier meist kein Rotstift ansetzen. »Die Botschaft ist, dass auch in Krisenzeiten, oder gerade in Krisenzeiten, eine effektive IT zum Unternehmenserfolg beiträgt, und gemeinsam werden wir in Zukunft innovative Projekte zum Erfolg unserer Kunden umsetzen«, so Hamm. Er plant auch 2009 mit steigenden Mitarbeiterzahlen und wachsenden Umsätzen.

Verweigerungshaltung gegen schlechte Stimmung

In dasselbe Horn stößt Dr. Knut Löschke, Vorstandsvorsitzender bei PC-Ware. Der Unternehmensgründer verweigert sich »ausdrücklich jeder destruktiven Krisenstimmung«, so Löschke wörtlich. »Der trübe Pessimismus und die Jammerei, die hierzulande herrschen, die von unserer Regierung in unheilvoller Allianz mit Medien und ›Wirtschaftsexperten‹ geradezu genüsslich gepusht werden und zur Panik umzuschlagen drohen, sind nicht mein Ding«, betont der Manager. »Selbstverständlich haben wir ernste Probleme in der Finanzwirtschaft und in einigen Wirtschaftsbranchen, insbesondere in der Automobilindustrie.«

Aber die Probleme seien nicht von heute und kämen auch nicht aus heiterem Himmel. Vielmehr »sind sie bereits seit langem bekannt und wuchsen stetig an«. Trotz allem haben sich Löschke und sein Team bei PC-Ware für 2009 und 2010 »ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt«.

Positive Ziele erreichbar

Auch Bärbel Schmidt, Geschäftsführerin bei Actebis Peacock, findet, dass der Pessimismus, der hierzulande herrscht, teilweise herbeigeredet ist. »Bei Actebis Peacock sehen wir positiv in die Zukunft, ohne ›wishful thinking‹ zu praktizieren«, so Schmidt. Zwar sei klar, dass 2009 ein »beinhartes Jahr« wird, bei Actebis habe man sich dennoch ehrgeizige Pläne gesetzt. »Wir verweigern uns der Krisenstimmung!«, tönt Schmidt. Actebis-Vorstandsvorsitzender Klaus Hellmich legt nach: »2009 wird nicht leicht, aber zum Trübsalblasen haben wir keinen Anlass«.

Ein Grund, warum die drei Branchengrößen zwar eine Krise sehen, aber dennoch mit ehrgeizigen Zielevorgaben vorpreschen, ja sogar Wachstum planen, ist die Tatsache, dass an der IT keiner vorbei kommt. Das tun sie auch, oder sogar gerade wegen der Krise.

Die Chance für Profis

Die IT wird für den User zwar immer einfacher zu bedienen, seitens der Implementierung und Wartung aber immer komplexer. Entsprechend aufgestellte Profis müssen sich allein deswegen keine großen Sorgen machen. Das beste Beispiel für diesen Trend sind die ERP- und analog dazu die PLM-Branche.

Im Laufe der 80er- und 90er-Jahre haben sich ERP-Systeme eine Anwendung nach der anderen einverleibt, um als Komplettlösung einfach mehr her zu machen. Zwar wurde das Konzept später kurzzeitig für tot erklärt, als die Branche begann, Einzelapplikationen über Webservices und eBusiness-Ansätze zu verknüpfen. Inzwischen gilt allerdings das Gartner-Konzept namens »ERP II« als zukunftsweisend. Hier werden eBusiness- und eProcurement-Funktionen integriert, die Unternehmen aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen in die Ressourcenplanung einbindet. Inzwischen wanderten Finanzbuchhaltung (FiBu), Personalwesen, Einkauf, Produktionsplanung, Supply Chain Management, Supplier Relationship Management, CRM und Business-Intelligence-Funktionen in das ERP-System.

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