Teile und herrsche in der Zielgruppe

Lenovo startet mit Vertriebsteam speziell für Mittelstands-Leads

20.11.2007 | Redakteur: Stefan Riedl

Die Lenovo-Manager Sascha Lekic, Direktor Midmarket (li.) und Robert Pasquier, Channel Direktor, arbeiten eng zusammen.

Nach der Übernahme der PC-Sparte von IBM durch den chinesischen IT-Riesen Lenovo überzeugte der derzeit weltweit viertgrößte Hersteller (drittes Quartel, Gartner) mit guten Absätzen. Für Branchenkenner war der Erfolg möglich, weil »mit denselben Leuten dasselbe Geschäft« gemacht werde. Nun knöpft sich der Hersteller den Mittelstandsmarkt vor.

Anfang 2008 legt Lenovo mehr vertriebliche Stärke in das Mittelstandsgeschäft. Unter dem neuen »Direktor Midmarket«, Sascha Lekic, soll ein Vertriebsteam die Zielgruppe Mittelstand verstärkt angehen. Mit zwölf Mann geht es an den Start, auf 50 bis 60 Mitarbeiter soll es für Deutschland und Österreich erweitert werden.

Robert Pasquier, Channel-Chef und nach dem anstehenden Wechsel von Kathleen Peters zu FSC zusätzlich interimsweise Marketing-Chef, ordnet das Vorgehen wie folgt ein: »Die Strategie, nun im Mittelstandsmarkt mit mehr Ressourcen richtig Gas zu geben, wird weltweit umgesetzt und zwar keineswegs halbherzig«.

Der Mittelstands-Chef mit Daten-Know-how

Lenovos neuer Mann für den Mittelstand, Sascha Lekic, begann seine Vertriebskarriere im Mannesmann-Konzern parallel zum Studium der Betriebswirtschaftslehre. Später machte er Station beim Daten-Broker »Dun & Bradstreet« in den USA als Key Account Manager, dann als Vertriebsdirektor bei Dell in Frankfurt sowie als Geschäftsführer der Schober Information Group – einem weiteren Datenanbieter. Der 41-jährige ist also Experte, wenn es darum geht, vertrieblich relevante Informationen über die angepeilte Zielgruppe zu sammeln. »Das Datenthema ist essenziell«, sagte Lekic im Gespräch mit IT-BUSINESS. Es bildet die Grundlage für Leads im Mittelstandsgeschäft, mit denen Lenovo künftig verstärkt bei Unternehmen zwischen 500 und 2.500 Mitarbeitern punkten will. Lenovo-intern geht man davon aus, dass dieser Markt allein in Deutschland etwa 3,3 Millionen Firmen umfasst und 800 Millionen Euro pro Jahr ausmacht. »Da wollen wir uns ein ganz großes Stück abschneiden«, sagte Lekic mit einem breiten Lächeln. Produktseitig werde dieser Markt mit Think-Produkten angegangen.

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