Bis 2008 mobile Wimax-Komplettlösung durch umfangreiches Partner-Programm Open CPE

Alcatel-Lucent kooperiert bei Funkstandard Wimax mit Intel und Kyocera

02.10.2007 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Alcatel-Lucent arbeitet an der Interoperabilität von Wimax-Lösungen.

Mobilfunkausstatter Alcatel-Lucent setzt auf Wimax und arbeitet gemeinsam mit Intel und Kyocera an der Entwicklung marktreifer, mobiler Geräte für Endkunden. Das von Alcatel-Lucent initiierte Programm Open CPE soll gewährleisten, dass alle nach IEEE-802.16-funkenden Geräte auch wirklich miteinander kommunizieren. Für 2008 kündigen die Hersteller komplette Wimax-Lösungen an.

Mit seinem Programm Open CPE (Customer Premises Equipment) plant Alcatel-Lucent, Herstellern von Chipsätzen und Endgeräten eine optimale Testumgebung für Wimax-Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Damit soll die Kompatibilität von mobilen Endgeräten mit der Infrastruktur von Alcatel-Lucent sichergestellt werden.

Bei den Interoperabilitätstests sollen zum Beispiel Intels MIMO-fähiger Chipsatz (Multiple Input Multiple Output) oder der Prozessor Wimax Connection 2250 getestet werden.

Bereits seit 2004 kooperieren Chiphersteller Intel und Alcatel-Lucent bei Forschung, Entwicklung und Vertrieb von Wimax-Geräten (Worldwide Interoperability for Microwave Access). Endgeräte mit Intel-Chipsätzen für Fixed-Wimax sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, mobile Endgeräte wird es ab 2008 geben.

Mobile Infrastruktur: Universal-Wimax

Zusammen mit Partner Kyocera konzentriert sich Alcatel-Lucent auf Universal-Wimax. Die Lösung umfasst die Mobile-Wimax-Infrastruktur von Alcatel-Lucent und verschiedene Endgeräte von Kyocera. Hierzu zählen Multimode-Handys, PC-Karten und USB-Geräte.

Ein Fokus sind dabei so genannte Multi-Mode-Terminals. Diese sollen den nahtlosen Wechsel zwischen Wimax-, Mobilfunk- und Wifi-Netzen gestatten. Als Teil der Kooperation wollen die Partner auch Spezifikationen für die Entwicklung und Integration von Wimax-Lösungen erarbeiten. Zudem soll ein Testverfahren für die Interoperabilität verschiedener Geräte definiert werden. Eine Komplettlösung mit Basisstationen von Alcatel-Lucent und Kyocera-Terminals kündigen die Unternehmen für die erste Jahreshälfte 2008 an.

„Die wachsende Bedeutung unseres Open-CPE-Programms zeigt, wie schnell das Wimax-Ökosystem reift“, sagt Karim El Naggar, Präsident der Wimax-Aktivitäten bei Alcatel-Lucent. „Zusammen mit den bereits bestehenden Partnerschaften erweitern die neuen Kooperationen mit Intel und Kyocera unser Angebot, Wimax-Netzbetreibern eine Vielzahl schnurloser Endgeräte zur Verfügung zu stellen, die mobile Breitbanddienste zum Erlebnis machen.“


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