Käufe, Partnerschaften und Selbstentwickeltes im Mix

SAP wird nicht mehr alles selbst stemmen

16.05.2007 | Redakteur: KHR

Die Firmenlenker der SAP auf dem Podium.

Die IT-Landschaft sei zu komplex geworden, um noch alles allein zu machen, signalisieren die Firmenlenker der SAP. Partnering ist deshalb groß in Mode bei dem Hersteller.

Eine durchgehende Botschaft der SAP in Wien auf der Sapphire 2007 lautete: Kunden sollten mit Partnern zusammenarbeiten, um schnell neue Produkte auf den Markt bringen zu können. Die technologische Basis der Zusammenarbeit liefere SAPs Netweaver. Was für die Kunden gilt, hat sich SAP offensichtlich selbst vorgenommen und sagt: »Ja zum Best-of-Breed-Ansatz«, so formulierte es zumindest Jim Hagemann Snabe, General Manager Industry Solutions von SAP. Der Softwarekonzern will Know-how zukaufen, aber nicht viele kleine Stückchen anbieten, sondern diese Teile in eine Plattform eingebettet zur Verfügung stellen.

Der Kauf der norwegischen Firma Maxwell, ihres Zeichens Identity-Manangement-Spezialist, soll diese Plattform stärken helfen. Mithilfe der Maxwell-Lösung lässt sich das in komplexen Umgebungen erforderliche Rechtemanagement nun über SAP-Produkte hinaus auch über Applikationen dritter Hersteller spannen. Identity Management stellt sicher, wer im Unternehmen welche systemrelevanten Aktionen vornehmen darf.

Die SAP-eigene Software für Identity-Management ist allein auf SAP-Lösungen zugeschnitten. Im vierten Quartal dieses Jahres wird voraussichtlich ein erstes Enhancement-Package – als solches bezeichnet SAP ein Update – die Integration von Maxwell in die Businesslösung SAP ERP 6.0 ermöglichen.

Open Text

SAP ist nun auch OEM-Kunde von Open-Text. Open-Text, Anbieter von Enterprise-Content-Management und Compliance-Lösungen, hatte laut Aussagen des Standpersonals in den Ausstellungshallen auf der Sapphire jedoch ohnehin bereits rund die Hälfte des Umsatzes mit den auf SAP-Kunden zugeschnittenen Lösungen erwirtschaftet. SAP wird unter anderem die Archivlösung »SAP Archiving by Open Text« sowie »SAP Document Acess«, einer Suite für Enterprise Content Management, vertreiben.

Zwar hat SAP selbst einzelne Lösungen für die Verwaltung von Dokumenten im Portfolio, beispielsweise für Recordsmanagement sowie Dokumenten-Management. Unternehmen, die eine vollständige Suite wünschen, finden im Open-Text-Portfolio jedoch ein geeignetes Angebot.

Duet goes Sharepoint

Für die Lösung »Duet«, die Microsoft und SAP im Juni vorigen Jahres in der Version 1.0 auf den Markt gebracht hatten, sollen sich bis Ende 2006 rund 250 Kunden weltweit gefunden haben. »Dies sei ganz ordentlich« ist ein Vertreter von Microsoft der Meinung, schließlich sei dies in einem Zeitraum von nur sechs Monaten geschehen. Duett ist eine Lösung ausschließlich für Anwender der Business-Suiten von SAP. Anwendern, die mit Outlook oder Microsoft Office arbeiten, können von dort aus auf Produktivdaten aus dem ERP-System zugreifen.

An Anbietern von Unternehmenssoftware für die Integration ihrer Lösungen mit Outlook oder Office mangelt es eigentlich nicht. Dabei handelt es sich in der Regel aber um die Möglichkeit, einen Export von SAP-Daten zu Microsoft-Systemen durchzuführen. Mit Duet lassen sich im Unterschied dazu Transaktionen (Buchungen) auch von Outlook aus im SAP-System tätigen.

Ende 2008 werden beide Hersteller eine Version Duet 2.0 auf den Markt bringen. Sie wird neue Prozessszenarios und Erweiterungen liefern, unter anderem, um Anforderungen im Umfeld von Sales Management, Governance, Compliance, Microsoft Project und Event Management zu bedienen. Schließlich ist auch die Integration von Microsofts Collaboration-Plattform Share-Point in Planung. Wer Duett nutzen will, benötigt mindestens die Versionen 2004 von MySAP sowie Office 2003.


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